Umsatzerlöse von deutschen Fachverlagen sinken

2009 sind die Umsatzerlöse der deutschen Fachverlage um 4,2 Prozent gesunken. Als Erklärung führt der Deutsche Fachpresse Verlag vor allem die stark gesunkenen Anzeigenerlöse an. Die Umsatzentwicklung wurde dagegen durch die Vertriebserlöse Elektronischer Medien gestützt.

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Die aktuelle Fachpresse-Statistik legt offen, dass der Gesamtumsatz der deutschen Fachverlage im vergangenen Jahr 3 Milliarden Euro (2008: 3,1 Mrd. Euro) betrug. Die Statistik basiert auf einer Mitgliederbefragung.
Der Gesamtrückgang ist überwiegend auf das Fachzeitschriftengeschäft zurückzuführen, vor allem auf die stark gesunkenen Anzeigenerlöse (-180 Mio. Euro). Die Umsatzentwicklung wurde dagegen besonders durch die Vertriebserlöse bei den Elektronischen Medien gestützt: Sie haben mit 56 Millionen Euro (2008: 28 Mio. Euro) zum Wachstum bei Fachmedien beigetragen. Der Anteil des Auslandsgeschäfts liegt mit 9,7 Prozent leicht über dem Vorjahreswert (8,6 Prozent).
Aufgrund des geschrumpften Einnahmen ist der Anteil der Fachzeitschriften am Gesamtumsatz der Fachverlage 2009 von 64,3 Prozent auf 59,8 Prozent gesunken.
"Die Fachmedienbranche wurde durch Wirtschaftskrise, Internet und Digitalisierung vor neue Herausforderungen gestellt", kommentiert Karl-Heinz Bonny, Sprecher Deutsche Fachpresse. "Daher können wir Fachverleger mit einem nur leichten Umsatzrückgang sehr zufrieden sein. Am Ergebnis der aktuellen Fachpresse-Statistik zeigt sich, dass wir mit unseren Innovationen und Investitionen in neue Geschäftsfelder, wie elektronische Medien, auf dem richtigen Weg sind und auch für 2010 gut aufgestellt sind."

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