Sky: Sullivan ist „ziemlich zuversichtlich“

Am Freitag trat der neue Sky-Deutschland-Chef Brian Sullivan auf der Hauptversammlung zum ersten Mal öffentlich auf. Er verbreitete vorsichtigen Optimismus, die langjährigen Probleme des Pay-TV-Unternehmens allmählich zu lösen: "Es gibt noch jede Menge zu tun, aber das Fundament ist gelegt und wir haben alle Möglichkeiten", so Sullivan. Um 2011 profitabel zu sein, braucht er 2,8 bis 3 Millionen Abonnenten. Wie er die erreichen will, bleibt auch nach der Hauptversammlung recht unklar.

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2,47 Mio. Abonnenten hatte Sky für das vierte Quartal 2009 gemeldet. "Ziemlich zuversichtlich" zeigt sich Sullivan laut einem Dow-Jones-Bericht, dass zumindest die Kündigungsrate weiter sinke. Die lag Ende 2009 bei 21,6%, in Richtung 15% will Sullivan sie drücken. Doch der neue Sky-Boss braucht gleichzeitig auch neue Abonnenten, mehr als 60.000 netto pro Quartal. Im vierten Quartal 2009 kamen nur 39.000 hinzu – zu wenig.

Dennoch ist Sullivan optimistisch, dass das Geschäftsmodell Pay-TV in Deutschland endlich funktionieren wird. Ein Hauptproblem sieht der Manager derzeit darin, dass die Kunden das neue Sky noch nicht gut genug kennen würden. "Die Kunden verbinden Sky derzeit vor allem mit einem neuen Namen und einem höheren Preis", so Sullivan gegenüber Dow Jones. Den Umfang des Filmangebotes würden sie noch nicht verstehen. In der Kommunikation und Werbung sollen nach der Einführung der Marke Sky daher nun die Inhalte im Vordergrund stehen.

Auch neue Produkte will Sullivan in Kürze einführen, so z.B. den "Sky+"-Decoder, einen Festplattenrekorder, der in Großbritannien bereits von mehr als 5 Millionen Sky-Abonnenten genutzt wird. Mit Sky Multiroom soll es zudem möglich sein, das Sky-Abo in mehreren Räumen zu nutzen. Richtige Innovationen sind das allerdings nicht. Eins steht daher auch nach der Hauptversammlung fest: Für Sullivan gibt es bis 2011 noch viel zu tun, will er tatsächlich auch nur in die Nähe eines positiven EBITDA kommen.

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