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Schächter hat wenig Mitgefühl mit Privaten

ZDF-Intendant Markus Schächter hat sich in der anschwellenden Diskussion über einen Werbeverzicht der Öffentlich-Rechtlichen auffallend defensiv geäußert. In einem Interview der Süddeutschen Zeitung verweist er auf Frankreich: Dort habe sich gezeigt, dass Werbung in diesem Fall nicht automatisch zu kommerziellen Anbietern gehe. Der ARD-Vorsitzende Peter Boudgoust hatte zum selben Thema von einem "erbitterten Medienkrieg" gesprochen.

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Gerade im Vergleich zu Boudgoust legt sich Schächter spürbar Zurückhaltung auf. In Frankreich, argumentiert der Intendant, steige "die Erkenntnis, dass das Modell Allemande, also die in Zeit und Umfang eingeschränkte Werbung, optimal ist".

Privatsender und Medienpolitiker erwärmen sich zunehmend  für Idee, ARD und ZDF könnten sich auf die Gebühren (rund acht Milliarden Euro jährlich) beschränken und auf Werbung verzichten. Unter anderen hat der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) angeregt, ARD und ZDF sollten sich stufenweise aus Fernsehwerbung und Sponsoring zurückziehen.

Zur finanziellen Lage der privaten Anbieter erlaubt sich Schächter immerhin eine Spitze: "Wenn ich höre, dass die Rendite von Pro Sieben Sat 1 bei 26 Prozent liegt, also deutlich höher als bei stolzen Unternehmen wie Eon, Daimler oder der Telekom, dann hält sich mein Mitgefühl doch sehr in Grenzen."

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