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Fußball-WM: ARD und ZDF umarmen sich

Bei einer gemeinsamen Präsentation ihrer WM-Pläne legten ARD und ZDF großen Wert darauf, ihre Bereitschaft zur (kostensparenden) Kooperation zu demonstrieren. Sogar von "Umarmungen" der Öffentlich-Rechtlichen war mehrfach die Rede. Dennoch fahren für das Turnier vom 11. Juni bis 11. Juli 550 Mitarbeiter nach Südafrika, darunter als designierter Endspiel-Reporter Béla Réthy vom ZDF.

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"Dafür macht man den Job", sagte Réthy, der schon 2002 beim Finale Brasilien – Deutschland zum Zuge gekommen war.  Das ZDF zeigt in der Vorrunde zwei der drei Spiele mit der deutschen Mannschaft, erst die dritte Begegnung gegen Ghana liegt bei der ARD. Die weitere Verteilung vom Achtel- bis zum Halbfinale wird nach der Gruppenphase ausgehandelt. RTL hat neben sechs Gruppenspielen Zugriff auf zwei Achtelfinal-Partien sowie ein Viertelfinale, aber erst nach der Auswahl von ARD und ZDF. Das Synergie-Programm der beiden Sender richtet sich vornehmlich auf die Nutzung gemeinsamer Sendezentren und weiterer Infrastruktur.

Der Tagesspiegel rechnet nach der Pressekonferenz mit noch mehr forcierten Gefühlsäußerungen  auf dem Bildschirm: Der Begriff "Emotion" sei schon jetzt "zu Tode gebracht" worden. "Kommentare, Reportagen, Vor-, Zwischen- und Nachberichterstattung, was immer die Sender zeigen werden, der Sound wird gefühlsbetont, begeistert sein." Für ein nüchternes Element wird, bekanntlich zum letzten mal, ARD-Experte Günther Netzer stehen.

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