Bravo-„Jobattacke“: Rüge für die BA

Der Bundesrechnungshof hat die Medien-Kooperation der Bundesagentur für Arbeit (BA) mit Bauers Jugendzeitschrift Bravo gerügt. Nach einem Bericht von Spiegel Online, der sich auf eine schriftliche Erklärung beruft, geht es vor allem darum, dass der Auftrag "freihändig" vergeben worden sei. Da es keine Ausschreibung gegeben habe, sei ein "möglicher Wettbewerb" um günstigere Konditionen verhindert worden. Für die Aktion "Jobattacke" hatte die BA insgesamt 2,3 Millionen Euro überwiesen.

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Die Aktion, für die Oliver Pocher Testimonial war, war 2006 gestartet worden und wird nach dem Bericht von Spiegel Online am Mittwoch auch den Haushaltsausschuss des Bundestags beschäftigen. Ab 2007 habe Bravo Artikel zum Thema Berufsinformation gebracht und Aktionen an Schulen organisiert.
Auch dass die Bundesagentur akzeptiert habe, keinen Einblick in die Kalkulation der Partner-Unternehmen zu erhalten, befremdete die Prüfer. Neben Bauer war auch McDonald’s an der Kampagne beteiligt und präsentierte sich im Rahmen der Aktion
mit Themen wie "Azubis sind Chefs!" oder "Ein Tag der Ausbildung bei McDonald’s" auf dem Bravo-Webportal. Die Bundesagentur kündigte gegenüber Spiegel Online an, man werde zwar die kritisierten Vorgänge überprüfen, gleichzeitig die Kooperation jedoch fortsetzen, das aus Sicht der Agentur "die positiven Aspekte überwiegen".

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