Focus steigert EV-Verkäufe nach Relaunch

Der Focus im Aufwind: Bei der Auflagenmeldung, die die IVW am Mittwochmittag veröffentlicht, wird das Münchner Magazin mit einer Gesamtauflage von 587.583 Exemplaren im ersten Quartal 2010 ausgewiesen. Interessanter ist dabei allerdings die Segment-Betrachtung: Im Einzelverkauf legte der Focus gegenüber dem Vorjahr um 11,2 Prozent zu und kommt auf durchschnittlich 118.936 verkaufte Exemplare. Gegenüber dem vierten Quartal 2009 bedeutet dies sogar eine Verbesserung um 19 Prozent.

Anzeige

Focus-Geschäftsführer Frank-Michael Müller und die Redaktion um Gründer Helmut Markwort werden die positiven Zahlen als Bestätigung des im Januar durchgeführten Rebrushes des Heftes werten, bei dem grafisch und konzeptuell Hand angelegt und neue Rubriken geschaffen worden waren. Die Abo-Auflage liegt im ersten Quartal insgesamt stabil bei 242.000 Exemplaren.
Aufgrund der Bereinigung um unprofitable Sonderverkäufe ist die Gesamtauflage gegenüber dem Vorjahr allerdings um 14 Prozentpunkte im Minus. Auch das Anzeigengeschäft liegt wie bei den Wettbewerbern unter den Einbuchung des schwachen Jahrs 2009 – beim Focus im Stichtagsvergleich um rund 10 Prozent. Bei den Hamburger Konkurrenten Spiegel und Stern ist nach den vorliegenden heftbezogenen Meldungen der vergangenen Wochen davon auszugehen, dass beide bei den Quartalszahlen mit Auflageneinbußen gelistet werden.
Mit der am Dienstag veröffentlichte Auflagenmeldung für Heft Nr. 10 knackte der Focus erstmals seit Ausgabe 41/2008 ("Nie wieder Brille!") die 200.00er-Schallmauer im Einzelverkauf. Der Titel „Die Burn-out Gesellschaft: Wege aus der Psycho-Falle" legte gegenüber der Vorwoche um 90.000 Exemplare zu. Mit Blick auf das Credo des Relaunches fällt aber auf, dass die Wege aus der Psycho-Falle wieder eines der bewährten Service-Themen anteasern: Der "alte" Focus schlägt den neuen im harten Kiosk-Vergleich – das hat sich auch 2010 nicht geändert.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige