Neue Widersprüche im Zitat-Fälschungsfall

Über Ostern war es ruhig. Jetzt kommt neue Bewegung in den Fall um den Journalisten W. Der Autor soll Welt Online, Spiegel Online und den Südkurier mit Artikeln beliefert haben, in denen Experten zu Wort kommen, die es möglicherweise nicht gibt. W. bestreitet dies. Doch wie das Hamburger Abendblatt nun berichtet, verwickelt sich der Anwalt des Journalisten offenbar in Widersprüche. Es geht um die Frage, ob W. im E-Mail-Kontakt mit dem imaginären Anwalt Carsten Penkella stand oder nicht.

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Der Journalist hatte erklärt, dass er bei dem vermeintlichen Anwalt einem Hochstapler aufgesessen sei. Als Beleg dafür legte W. einen Brief vom 12. März vor. Das Schreiben enthält auch eine E-Mail-Adresse von Penkalla, die allerdings laut Hamburger Staatsanwaltschaft erst am 4. November freigeschaltet wurde.

Um diesen Widerspruch aufzulösen, argumentiert – laut Hamburger Abendblatt – nun Ws. Anwalt, Ernst Fricke, dass der Hochstapler die Adresse wohl bereits vor der Freischaltung in seinem Briefkopf verwendet hätte. Zudem soll sein Mandant nie mit Penkella per E-Mail kommuniziert haben.

Nach Informationen von Abendblatt-Autor Kai Hinrich Renner gab der Beschuldigte Journalist offenbar gegenüber Welt Online und Spiegel Online zu, mit Penkella in E-Mail-Kontakt gestanden zu haben. "Er soll sogar den Ausdruck eines Mail-Wechsels vorgelegt haben."

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