Das deplatzierte „Streiflicht“

"Die Schüler in der U-Bahn sehen fast alle düster und deprimiert aus. Die Angestellten und Beamten, unterwegs in ihre Büros und Behörden, sehen eher neutral aus, grau, ausdruckslos." So steht es heute, am Dienstag, in der täglichen "Streiflicht"-Glosse der Süddeutschen Zeitung. Ein paar launige Zeilen über U-Bahn-Fahrer leiten einen Text ein, der sich anschließend ums […]

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"Die Schüler in der U-Bahn sehen fast alle düster und deprimiert aus. Die Angestellten und Beamten, unterwegs in ihre Büros und Behörden, sehen eher neutral aus, grau, ausdruckslos." So steht es heute, am Dienstag, in der täglichen "Streiflicht"-Glosse der Süddeutschen Zeitung. Ein paar launige Zeilen über U-Bahn-Fahrer leiten einen Text ein, der sich anschließend ums Älterwerden dreht. Alles eigentlich ganz normal. Nur direkt daneben als Aufmacher befinden sich die Bilder von den Terror-Anschlägen auf die Moskauer U-Bahn. Das ist dann leider gar nicht mehr so normal.
Man kann der Redaktion aber keinen Strick daraus drehen. Dass das aktuelle "Streiflicht" nicht zum direkt daneben stehenden Aufmacher passt, das kann durchrutschen. Da gab es auch schon weitaus schlimmere Nebeneinanderplatzierungen. Unvergessen ist der Patzer der Landeszeitung Lüneburg, die traurige Berühmtheit erlangte, weil eine Gas-Anzeige von Eon neben einem Artikel über das Konzentrationslager Auschwitz platziert war.
Aber das deplatzierte "Streiflicht" zeigt doch einmal mehr, wie sehr man beim Zeitungsmachen auch ein Auge für das haben sollte, was die Kollegen auf derselben Seite so anstellen.

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