Englische Grazia mit „3D“-Cover

Das englische Frauenmagazin Grazia hat gestern sein erstes 3D-Cover auf den Markt gebracht. Das Urteil von Experten und Leserschaft ist gespalten: Einerseits wird die Innovation als sehr sinnvoll gelobt, andererseits gibt es Kritik an der Umsetzung. Die Idee: Leserinnen können das Grazia-Cover vor eine Webcam oder iPhone halten, und Titelmodell Florence Welch (von der angesagten UK-Popband Florence & the Machine) singen und tanzen sehen, und zwar in 3D. Doch da ginge noch deutlich mehr...

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Das englische Frauenmagazin Grazia hat gestern sein erstes 3D-Cover auf den Markt gebracht. Das Urteil von Experten und Leserschaft ist gespalten: Einerseits wird die die Innovation als sehr sinnvoll gelobt, andererseits gibt es Kritik an der Umsetzung. Die Idee: Leserinnen können das Grazia-Cover vor eine Webcam oder iPhone halten, und Titelmodell Florence Welch (von der angesagten UK-Popband Florence & the Machine) singen und tanzen sehen, und zwar in 3D. Da ginge noch deutlich mehr…
Zudem sollen die Modetrends zum Frühjahr in 3D zu sehen sein (falls Sie sich nicht vorstellen können, wir ein geblümtes Kleid in drei Dimensionen aussieht), zudem gibt es Make-up Tipps und eine Werbekampagne für beige Hosen von Banana Republic realitätsnaher denn je zuvor.

Fazit: Auch wenn 3D die Zukunft ist für Werbungstreibende und Medien an sich (schließlich werden die gesamten Olympischen Spiele in 3D gefilmt, und der englische Kultsport Rugby ist bereits jetzt schon dreidimensional in ausgewählten Kinos zu sehen, dank dem Sponsoren O2), hat Grazia keine Interaktion und keine wirkliche neue Dimension ins Spiel gebracht.
Wie im traditionellen Print kann der Leser hier nichts anklicken oder anfassen, um weitere Infos zu bekommen. Und auch das obligatorische 3D-Accessoire der grün-roten Brille kommt nicht ins Spiel. Was Grazia mit 3D möglicherweise meinte, sind bewegte Bilder. Kleiner Unterschied. Die sechs mit einer schwarz-weißen Box versehenen Features können per Webcam oder iPhone App aktiviert werden, und auf der Grazia-Website werden dann kleine Filme abgespielt. Florence tanzt, dann gibt’s eine Make-Up Stunde und die amerikanische Bananenrepublik zeigt deren neueste Kollektion. Auch wenn der Name 3D verwirrend und das ganze Prozedere etwas mühsam ist, könnte das Experiment der britischen Bauer-Dependance doch wegweisend für neue Cover-Ideen sein.

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