AOL-Chef „entsetzt“ über seine Journalisten

Tim Armstrong, Chef des als Medienunternehmen neu strukturierten Internet-Riesen AOL, zeigt sich bestürzt ("horrified") über die Leistungen seines Teams: Er fand die Berichterstattung über das SXSW-Festival in Austin chaotisch und unausgegoren. Armstrong selbst hatte namhafte Reporter, unter anderem von der New York Times, angeheuert, um AOL als Nachrichtendienst zu stärken.

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US-Blogs wie das boshafte Valleywag berichten gern über die großspurigen Auftritte des früheren Google-Managers, der sich mit dem Konzept eines auf "crowdsourcing" gestützten Journalismus anhand von Suchmaschinen-Anfragen (Valleywag: "maschinelle Traffic-Prostitution") exponiert hat.
Genau dieses Verfahren führte beim wichtigen Musik- und IT-Festival in Texas zu einem wilden Text-Gemenge auf der AOL-Seite Seed.com. Armstrong wundert sich nun, wie seine Mannschaft glauben konnte, das "man mit so etwas überhaupt online gehen kann." Die Seite hatte den ehrgeizigen Plan verfolgt, alle 2000 Bands des Festivals zu covern.
Das Kernproblem sieht Armstrong aber in der Unternehmenskultur: "AOL was so used to losing that they didn’t know what winning was."

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