Sex-Vorwürfe: Kachelmann in U-Haft

Der ARD-Moderator und Wetter-Unternehmer, Jörg Kachelmann, soll nach Informationen von Bild.de seit Samstag in Mannheim in Untersuchungshaft sitzen. Ihm wird vorgeworfen, seine Lebensgefährtin nach einem Streit zum Geschlechtsverkehr gezwungen zu haben. Der Moderator wurde laut Bild.de am Frankfurter Flughafen bei seiner Ankunft aus Vancouver verhaftet. Dort hatte er von den Olympischen Winterspielen berichtet. Die Mannheimer Staatsanwaltschaft präsentierte ihm bei Ankunft den Haftbefehl.

Anzeige

Im Februar soll sich die Tat nach einem Streit ereignet haben. Die Lebensgefährtin erstattete daraufhin Anzeige. Die zuständige Staatsanwaltschaft Mannheim hat am Mittag auf ihrer Website eine Erklärung veröffentlicht. Darin werden die Vorwürfe bestätigt, die Identität des TV-Manns bleibt allerdings unklar, die Rede ist von einem "51-jährigen Journalisten und Moderator". Darüber hinaus heißt es: "Weitergehende Auskünfte werden derzeit aus Ermittlungsgründen und im Hinblick auf die Persönlichkeitsrechte der Beteiligten nicht erteilt."
Die ARD wollte die Meldung von Bild.de nicht kommentieren. Kachelmann ist das Gesicht der Sendung "Das Wetter im Ersten" kurz vor der "Tagesschau" und nach den "Tagesthemen". 1991 gründete der Schweizer den privaten Wetterdienst Meteomedia AG mit Sitz in der Schweiz und in Bochum. Auch Meteomedia wollte sich nicht äußern und teilte lediglich mit, man habe Kenntnis von dem Vorgang.
Der Schweizer ist kein ausgebildeter Meteorologe. In der Branche gilt er als genialer Autodidakt. Bereits als Kind zeichnete er das Wetter für seine Heimatstadt Lörrach auf. Sein Studium der Geographie, Mathematik und Physik, brach er zwei Monate vor seinem Examen ab. Stattdessen absolvierte ein Volontariat bei der Schweizer Boulevardzeitung Sonntagsblick.

Fünf Jahre später, im Jahr 1988, war Kachelmann bereits zum stellvertretenden Chefredakteur des Magazins Schweizer Illustrierte aufgestiegen. Trotzdem wechselte er danach das Fach und ging als Wettermann zum Südwestfunk. Zuvor hatte er Jahrelang so lange unaufgefordert Wettervorhersagen zum SWF gefaxt, bis man ihn einkaufte. 1990 gründete er die Meteomedia AG. Mittlerweile hat der
Dienstleister, der TV-Stationen und andere Kunden mit Wettervorhersagen beliefert, rund 120 Mitarbeiter.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige