Sixtus gönnt „Elektrischem Reporter“ eine Pause

Journalist und WebTV-Pionier Mario Sixtus, die Figur hinter dem "Elektrischen Reporter", hat die vorerst letzte Episode seiner Reportage-Reihe abgedreht. In seinem Blog Blinkenlichten Produktionen kündigte er aber an, dass es "auf jeden Fall" weitergehen werde, jedoch nicht in dieser Form.

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Als Gründe für die Pause nennt Sixtus, dass ihm nach dreieinhalb Jahren "die Kunstfigur ‚Elektrischer Reporter‘, also dieser Typ, der hölzern verschwurbeltes Fernsehsprech von sich gibt, zunehmend auf den Senkel" ging. Die Figur sei nicht ausbaubar und würde in ihrer "eindimensionalen Ironisierung" stecken bleiben: "Ein zugegeben ziemlich nerdiger Ansatz, der m.E. anfangs recht gut, spätestens mit dem Umzug zum ZDF allerdings immer weniger funktionierte – so zumindest mein Eindruck von innen", bloggt Sixtus.
Zudem sei die Produktionsweise der Reihe "nur bedingt Dauerlauf-fähig": "Wir haben pro Folge mit bis zu sieben Experten gesprochen, sind zu diesem Zwecke permanent auf Achse gewesen und haben bis zu drei Stunden Rohmaterial je Episode abgedreht. All das musste gesichtet, verdichtet, konzentriert und nochmal destilliert werden um letztlich eine O-Ton-Essenz zum Thema zu extrahieren; ein Aufwand, wie ihn kaum eine zweite TV-Serie betreibt."

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