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Überraschungs-Erfolg der Promi-Site Top.de

Der Mix macht's: Seit Mitte Dezember schmeißen bei Top.de United Internet und Springer ihre Web-Kräfte zusammen. Bild digital liefert Promi-News und 1&1 steuert über seine Klick-Giganten Web.de und Gmx.de die Besucher bei. Das erstaunliche Traffic-Ergebnis nach 2,5 Monaten: Top.de erreichte im Februar laut Googles Ad Planner genauso wie Gala.de 350.000 Unique Visitors. Bunte.de liegt noch bei 690.000. Im MEEDIA-Interview erklärt 1&1-Manager Peter Dürr den Erfolg der schrillen und trashigen People-Site

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Nach Unique Visitors haben Sie im Februar bereits mit Gala.de gleichgezogen. Im Januar lagen Sie sogar schon besser, als das arrivierte Promi-Portal. Überrascht Sie Ihre Wachstums-Geschwindigkeit?
Dass wir nicht einmal drei Monate nach dem Start von Top.de bereits so gut in Fahrt gekommen sind, freut uns natürlich sehr – und macht uns auch ein bisschen stolz. Überrascht sind wir dann aber doch darüber, wie schnell das Angebot von den Nutzern angenommen wurde – so früh hätten wir mit so einer großen Akzeptanz nicht gerechnet. Und auch wenn wir aufgrund der ausstehenden AGOF-Ausweisung noch keine offiziellen Zahlen kommunizieren wollen, so sehen wir auf Basis aller uns vorliegenden Daten doch, dass unsere Idee funktioniert. Das ist ein gutes Gefühl!

Was ist Ihr Erfolgsgeheimnis? 
Wenn es tatsächlich ein Geheimnis wäre, würde ich es auch jetzt nicht verraten, aber wir haben ja von Anfang an sehr offen gesagt, worauf wir setzen: Wir haben mit Bild digital einen starken Content-Partner, der uns ein höchst kreatives und kompetentes Redaktionsteam an die Seite stellt. Wir haben über unsere Portale Web.de und GMX eine Menge Erfahrung, für welche Themen sich unsere Nutzer interessieren und wie wir diese inhaltlich getriebenen Besucherströme optimal steuern. Und wir haben mit United Internet Media einen Vermarkter, der mit uns zusammen das Potenzial erkannt hat und jetzt die Reichweite für dieses Segment sehr gut monetarisiert. Jeder Partner konzentriert sich auf das, was ihn auszeichnet, und alle drei Partner arbeiten sehr eng und vertrauensvoll miteinander. Diese erfolgreiche Mischung stimmt uns auch für zukünftige Projekte dieser Art sehr optimistisch.  
Was machen Sie anders, als die Konkurrenz? 
Wir schöpfen mit der redaktionellen Leistung von Bild digital und dem qualitativen Traffic von Web.de und GMX aus einem Leistungspool, den andere Player so nicht ohne Weiteres haben. Wir haben uns mit den Inhalten hervorragend positioniert: bewusst etwas abseits vom bereits ausgetretenen inszenierten Roten Teppich – hin zu den Supermarktparkplätzen und verdunkelten Autoscheiben am Rodeo Drive. Das Potenzial für Top.de sind die im deutschen Markt führenden Themenchannels „Unterhaltung“ bei GMX und Web.de. Hier werden die Besucher mit relevanten Unterhaltungsthemen grundversorgt und bei weiterem Interesse zu Top.de hingeleitet. 
Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit Bild digital konkret? Wer trifft die redaktionellen Entscheidungen? 
Sämtliche Inhalte kommen von Bild digital und werden in Berlin exklusiv für Top.de erstellt. Themenüberschneidungen zwischen GMX bzw. Web.de und Bild.de und Top.de lassen sich nicht immer vermeiden, trotzdem werden sie für Top.de mit einem eigenen redaktionellen Team gesondert aufbereitet. Zu den Inhalten gibt es ein Rahmenkonzept zwischen Web.de und GMX und BILD digital, innerhalb dessen die Top.de Redaktion die Themenschwerpunkte selbst setzt. 
Wie kommen die meisten Nutzer auf Top.de? Steuern die User die URL selbstständig an oder kommen die meisten über die 1&1-Portale? 
Der Garant für die hohe Reichweite ist die Trafficmechanik von Web.de und GMX. Aber wir können seit dem Start von Top.de auch einen starken Anstieg an Besuchern verzeichnen, die direkt auf die Seite kommen. Das war letztendlich auch unsere Hoffnung und Absicht, als wir uns für die kurze und prägnante URL entschieden hatten. Nicht zuletzt kommen zahlreiche Besucher über die Top.de Fanseite bei Facebook. 
Sie machen einen jungen, schnellen und leicht trashigen People-Journalismus wie in beispielsweise InTouch in Deutschland prägte. Profitieren Sie bei Ihrem Erfolg auch davon, dass die ganzen Print-Marken, die diesen Journalismus hierzulande einführten, im Web doch eher schwach vertreten sind? 
Wenn Sie uns mit den Schlachtschiffen der Print-Welt vergleichen, profitieren wir sicher am meisten davon, dass unserer Nutzer bereits  zu 100 Prozent im Netz sind und somit Crossmedia für uns kein Thema ist. Und klar, wäre das Segment bereits üppig besetzt gewesen, wären wir vermutlich zurückhaltender mit unseren ambitionierten Zielen gewesen. Aber ausschlaggebend für uns war nicht die Performance von Gala, Bunte & Co., sondern der Erfolg von Unterhaltungsthemen auf den Portalen der 1&1-Gruppe.  
Zum Start hatte Top.de angekündigt, dass schon bald auch die Nutzer eigene Texte veröffentlichen dürfen. Wann ist es soweit? 
Die Top.de Besucher können jetzt bereits eigene Texte bzw. Kommentare zu allen Artikeln verfassen. In den nächsten Tagen werden wir außerdem noch einige zusätzliche Bewertungs- und Votingoptionen auf der Plattform live schalten. "Top.de Nutzer als Leserreporter" steht bei uns dann für diesen Sommer auf der Agenda – das größte kurzfristige Potenzial sehen wir im schnellen Einbezug der Besucher durch Votings und Bewertungen. Bei unserer Themenauswahl haben diese Nutzerbeiträge einen hohen Stellenwert für uns. Wir wissen beispielsweise, dass Deutschland Kevin Federline wohl so schnell nicht verzeihen mag – das belegt der erste Platz bei den Top.de Flop Promi Charts.  
Sind weiter Ausbaustufen geplant? Was kommt als nächstes? 
Wir werden über das ganze Jahr hinweg neue Funktionen auf Top.de ausrollen. So werden wir das Thema Votings und Bewertungen nochmals deutlich ausweiten. Und in den nächsten Wochen werden wir außerdem die Userprofilseiten freischalten. Alles in allem können sich die top.de Fans auf noch viel mehr Interaktion freuen. 

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