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MDR verzichtet auf Labortests bei Neueinstellung

Ab April 2010 will der MDR "Art und Umfang" der Einstellungsuntersuchung für die Bewerber ändern. Das teilte der Rundfunkrat mit. So sollen generelle Labortest für Blut und Urin für Neueinstellungen bei dem öffentlich-rechtlichen Sender entfallen.

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Im letzten Jahr war die Praxis der medizinischen Einstellungsuntersuchung unter anderem beim NDR, WDR und BR ins Visier der Öffentlichkeit geraten. Auch der Axel Springer Konzern hatte damals bestätigt, bis 2008 Bluttests in Einzelfällen durchgeführt zu haben.
Der NDR hatte erklärt, man lasse nur das Blut von Bewerbern testen, für die man sich bereits entschieden habe. Dies geschehe aus dem Grund, um zu beurteilen, ob sie "die Wochenarbeitszeit bewältigen" könnten. Der Betriebsarzt informiere den NDR nur, ob der Bewerber gesundheitlich geeignet sei, nicht über eine Diagnose.
Der Arbeitsrechtler Gregor Thüsing sagte damals der Sueddeutschen Zeitung: "Wieso ist ein Bluttest erforderlich, um die Berufsfähigkeit eines Journalisten zu prüfen?" Eine Blutprobe könne nur verlangt werden, wenn sie unbedingt erforderlich sei.

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