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Fall Käßmann beschäftigt die Staatsanwaltschaft

Die Medienberichterstattung um die Alkoholfahrt von Margot Käßmann beschäftigt die Staatsanwaltschaft Hannover. Laut Sueddeutsche.de gingen vier Strafanzeigen wegen Geheimnisverrats gegen Unbekannt ein. In einem Fall sei die Anzeige an die Bild-Zeitung und die Hannoveraner Polizei adressiert.

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Der Rechtsanwalt Godehard Schreiber aus Hannover erhebt den schweren Vorwurf, die Polizei habe ihr Dienstgeheimnis verletzt, indem sie vertrauliche Informationen über den Fall Margot Käßmann gegen Bezahlung an die Bild-Zeitung weitergegeben hätte. Der 73-jährige Rechtsanwalt betonte, dass es ihm bei seiner Anzeige um "die Rechte eines Beschuldigten während eines laufenden Verfahrens" ginge. Diese seien mit der Offenlegung vertraulicher Einzelheiten zum Fall verletzt worden.

Nach Bekanntwerden der Alkoholfahrt von Käßmann hat die Staatsanwaltschaft den Wert ihrer Blutprobe an die Medien weitergegeben. Oberstaatsanwältin Irene Sillinger berief sich in diesem Zusammenhang auf ihre Auskunftspflicht gegenüber der Presse, sofern die Informationen die Ermittlungen nicht behindern würden. Der Sprecher des Springer-Verlags, Tobias Fröhlich, sieht bislang keinen Grund zur Beunruhigung, weil die Staatsanwaltschaft gegen Unbekannt ermittle und nicht direkt gegen Bild.

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