Kursausbruch: Apple auf Allzeithochs

Nach fast fünf Monaten in einer festgefahrenen Handelsspanne ist die Apple-Aktie am Freitag nach oben ausgebrochen: Bei 219 Dollar schloss das unter dem Tickersymbol AAPL an der New Yorker Technologiebörse Nasdaq gelistete Papier – so hoch wie nie zuvor. Nach Meinung von Marktexperten und Analysten hat die nächste Phase des Höhenflugs knapp ein Monat vor dem Debüt des iPads damit indes erst begonnen. Fundamental betrachtet ist das Papier im Gegensatz zu seinem Kursniveau nämlich nicht teuer.

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Nach fast fünf Monaten in einer festgefahrenen Handelsspanne ist die Apple-Aktie am Freitag nach oben ausgebrochen: Bei 219 Dollar schloss das unter dem Tickersymbol AAPL an der New Yorker Technologiebörse Nasdaq gelistete Papier – so hoch wie nie zuvor. Nach Meinung von Marktexperten und Analysten hat die nächste Phase des Höhenflugs knapp ein Monat vor dem Debüt des iPads damit indes erst begonnen. Fundamental betrachtet ist das Papier im Gegensatz zu seinem Kursniveau nämlich nicht teuer.    

Plötzlich leuchteten neue Höchstkurse auf: "Ich habe auf diesen Ausbruch seit Anfang des Jahres gewartet – nun ist es so weit", kommentierte James Cramer (CNBC, TheStreet.com), der wohl bekannteste Börsenjournalist der USA, die plötzlich sehr auffällige Kursbewegung zum Handelsstart an der Wall Street.

Bei genau 215 Dollar eröffnete das unter dem Tickersymbol AAPL an der New Yorker Technologiebörse Nasdaq gelistete Papier, nur wenige Cent vom im Januar aufgestellten Allzeithoch entfernt. Sechseinhalb Stunden später waren weitere 4 Dollar hinzugekommen, und Apple hatte nach einem Plus von mehr als 8 Dollar oder knapp 4 Prozent das getan, was Experten seit Langem prognostiziert hatten – zu einer neuen Aufwärtsbewegung angesetzt.

iPad-Launch löst Rallye aus

Dabei war der Auslöser profaner als erwartet. Schon die Mitteilung, dass das mit höchster Spannung erwartete iPad in den USA Anfang April auf dem Markt erscheinen werde, versetzte Investoren zu Begeisterungsstürmen – in den vergangenen Wochen waren immer wieder Gerüchte aufgetaucht, nach denen sich die Auslieferung des Tablet Macs durch Lieferengpässe des Zulieferers Foxconn nachhaltig verzögern könne.

Nun die Entwarnung. Alle Modelle des iPads werden auch in Deutschland, Australien, Frankreich, Großbritannien, Japan, Italien, Kanada, der Schweiz und Spanien Ende April erhältlich sein, teilte der Computerpionier am Freitag mit.

James Cramer: "Der Zug verlässt jetzt den Bahnhof, man kann einfach nicht länger warten"

Die Folge war vorhersehbar: Analysten hoben ihre Gewinnschätzungen und Kursziele für die Aktie reihenweise an – Merrill Lynch etwa auf 260 Dollar. CNBC-Marktkommentator James Cramer hatte schon am Vorabend darauf hingewiesen, dass die Apple-Aktie reif für einen Ausbruch nach oben sei: "Der Zug verlässt jetzt den Bahnhof, man kann einfach nicht länger warten".

Warum, wird aufgrund der Fundamentaldaten deutlich: Nach Anpassung der Quartalsbilanzen um die iPhone-Verkäufe nach GAAP-Standards ist die Apple-Aktie tatsächlich nicht als teuer zu bezeichnen. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für das laufende Geschäftsjahr von 18 wird Apple nur mit einem leichten Premium-Aufschlag zu Tech-Konkurrenten wie Microsoft, Intel oder Dell gehandelt.

Nach Abzug der üppigen Cash-Reserven von 40 Milliarden Dollar, die alleine 43 Dollar je Aktie ausmachen, fällt sogar die Premium-Bewertung weg. "Gemessen an den Gewinnschätzungen von 2011 kommt Apple nur auf ein KGV von 13 – genau wie Dell oder HP. Die haben aber weder das iPad noch das iPhone noch den iPod", folgert James Cramer, der Apple weiter zum Kauf empfiehlt: "Lassen Sie sich nicht vom vermeintlich hohen Kursniveau abschrecken."

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