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„Unser Star für Oslo“ stagniert in der ARD

Stefan Raabs Eurovisions-Casting bleibt weiter hinter den Erwartungen zurück. Zwar sahen die erste ARD-Ausgabe der Show mit 3,02 Mio. mehr ältere Zuschauer, doch die reichen nichtmal für einen Top-Ten-Platz in den Freitags-Charts. Im jungen Publikum ging es trotz ansteigender Spannung sogar noch nach unten: 1,55 Mio. 14- bis 49-Jährige sind rund 80.000 weniger als am Dienstag bei ProSieben. Gewonnen haben hingegen "GZSZ" (14-49) bzw. "SOKO Leipzig" (Gesamtpublikum).

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Der Freitag bei den 14- bis 49-Jährigen:
Um es klar zu sagen: Für die ARD ist eine Zuschauerzahl von 1,55 Mio. und ein Marktanteil von 13,0% im jungen Publikum natürlich ein Erfolg, den es nicht allzu oft gibt – und von der musikalischen Qualität her ist "Unser Star für Oslo" Pendants wie "Deutschland sucht den Superstar" ohnehin meilenweit voraus. Dennoch: Ein paar mehr Zuschauer hatten sich die ARD und ProSieben von ihrer Kooperation sicher versprochen. Schließlich soll der "USFO"-Gewinner möglichst viele Deutsche beim "Eurovision Song Contest" vertreten. Immerhin musste sich die Show im jungen Publikum nur RTL geschlagen geben, der Rest der Privatsender hatte das Nachsehen.

Tagessieger ist wie angedeutet die Vorabend-Soap "Gute Zeiten, schlechte Zeiten", die 1,94 Mio. 14- bis 49-Jährige (19,2%) einschalteten. In der Prime Time fiel RTL trotz Marktführerschaft aber auf unbefriedigende Marktanteile herab: "Wer wird Millionär?" erreichte mit 1,85 Mio. nur 15,7%, "18 – Die beste Zeit meines Lebens" mit 1,55 Mio sogar nur 13,7%. Immerhin solide 12,4% erreichte ProSiebens "Galileo Big Picture – Hollywood!" mit 1,42 Mio. Werberelevanten – doch auch dort hatte man sich sicher ein paar mehr Marktanteilspunkte erhofft. Etwa so viele, wie die normale "Galileo"-Ausgabe zuvor erreicht hatte: 15,2% mit 1,43 Mio. 14- bis 49-Jährigen.

Zu den großen Verlierern des Freitagabends gehörte wieder einmal Sat.1. Die "Schillerstraße" blieb mit nur 0,83 Mio. jungen Zuschauern bei 6,9% hängen, "Schmitz in the City" versagte mit 0,57 Mio. und 4,8% komplett und auch "Die Oliver Pocher Show" blieb mit 0,64 Mio. und 7,0% weit hinter den Erwartungen zurück. Selbst das ZDF hatte damit deutlich mehr junges Publikum in seinem Abendprogramm: "Der Kriminalist" erreichte dort mit 1,07 Mio. gute 9,0%, die "SOKO Leipzig" mit 1,27 Mio. noch bessere 10,5%.

In der zweiten Liga der Privatsender, also bei Vox, RTL II und kabel eins, hieß der Gewinner zwar Vox, doch auch RTL II und kabel eins können zufrieden sein. Die Vox-Serien "CSI: NY" und "The Closer" sprangen mit 1,03 Mio. und 1,08 Mio. 14- bis 49-Jährigen knapp über die Mio.-Marke und erzielten damit 8,7% und 9,0%. Die "Law & Order: Special Victims Unit"-Doppelfolge kam am späteren Abend sogar noch auf 9,3% und 10,9%. RTL II erreichte mit "Pitch Black – Planet der Finsternis" unterdessen 8,8% und mit "Die Stunde des Jägers" 9,5%. Und kabel eins holten neue Folgen der Freitags-Serien endlich aus der freitäglichen Quoten-Tristesse: "Ghost Whisperer" sahen 0,94 Mio. (8,0%), "Cold Case" 0,89 Mio. (7,4%). Leicht unter dem Soll blieben "Medium" mit 5,9% und "Practice" mit 5,6%. Freuen darf sich zudem Super RTL: "Die Zauberer vom Waverly Place – Der Film" erzielte mit 0,72 Mio. 14- bis 49-Jährigen grandiose 5,9%.

Der Freitag im Gesamtpublikum:
Insgesamt hieß der Sieger also wie angedeutet "SOKO Leipzig". Dank der ARD-Show "Unser Star für Oslo" hatte das ZDF offenbar leichtes Spiel, denn beide Prime-Time-Krimis waren so stark wie im bisherigen Jahr 2010 noch nicht. 6,54 Mio. (21,1%) hievten die "SOKO Leipzig" auf Platz 1, 6,23 Mio. (19,6%) "Der Kriminalist" auf Rang 2. "Unser Star für Oslo", mit 3,02 Mio. Neugierigen und 9,8% deutlich schwächer als die normalen Freitagabendfilme der ARD, belegt nur Platz 11 der Freitags-Charts. Schärfster Verfolger der ZDF-Krimis war daher RTLs "Wer wird Millionär?" mit 5,84 Mio. Quizfans (18,4%) auf Rang 3. Oliver Geissens "18 – Die beste Zeit meines Lebens" bleibt hingegen auch im Gesamtpublikum ein Flop: 2,77 Mio. Seher reichen nur für 9,9%.

Abseits der großen drei Sender setzte sich "Richter Alexander Hold" mit 2,70 Mio. Zuschauern an die Spitze, in der Prime Time gehörte Sat.1 aber auch hier zu den großen Verlierern. So sahen die "Schillerstraße" gerade mal 1,21 Mio. Leute. Damit musste sich Sat.1 im Abendprogramm nicht nur ProSieben, sondern auch Vox, RTL II, kabel eins und sogar Super RTL geschlagen geben. ProSieben kam mit "Galileo Big Picture" nämlich auf immerhin 1,90 Mio. Zuschauer, Vox-Serie "The Closer" begeisterte 2,01 Mio. Leute, RTL-II-Film "Pitch Black" erreichte 1,64 Mio. und kabel-eins-Serie "Cold Case" 1,32 Mio. Super RTLs "Die Zauberer vom Waverly Place – Der Film" überholte mit 1,65 Mio. Zuschauern (5,3%) RTL II und kabel eins und fand sich damit am Freitagabend inmitten der zweiten Privat-TV-Liga wieder.

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