Mundpropaganda schlägt klassische Werbung

Einer der großen Krisengewinner der Werbebranche ist trnd. Die Dienstleistung des Start-ups ist der Verkauf von Mundpropaganda. Vor allem Konsumgüterhersteller leiden unter den Streuverlusten klassischer Werbung "und genau dieses Problem können wir lösen", verspricht CEO Torsten Wohlrab. "Wir bieten Unternehmen den wohl effektivsten Weg, mit neuen Produkten genau ihre Zielgruppe zu erreichen". Das Konzept funktioniert so gut, dass die europäische Expansion nun forciert wird.

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Einer der großen Krisengewinner der Werbebranche ist trnd. Die Dienstleistung des Start-ups ist der Verkauf von Mundpropaganda. Vor allem Konsumgüterhersteller leiden unter den Streuverlusten klassischer Werbung "und genau dieses Problem können wir lösen", verspricht CEO Torsten Wohlrab. "Wir bieten Unternehmen den wohl effektivsten Weg, mit neuen Produkten genau ihre Zielgruppe zu erreichen". Das Konzept funktioniert so gut, dass die europäische Expansion nun forciert wird.

Herzstück von trnd, die Buchstaben stehen für "The Real Network Dialog", ist eine Online-Community mit begeisterungsfähigen Konsumenten, die Lust darauf haben neue Produkte vor ihrer Markteinführung zu testen und darüber mit Freunden oder Kollegen zu sprechen. Das Netzwerk hat "in Deutschland, Österreich und der Schweiz bereits 250.000 Mitglieder", erzählt Wohlrab. "Zudem konnte unsere spanische Plattform bereits über 20.000 trnd-Partner finden." Das erstaunliche: Alle Community-Mitglieder haben sich freiwillig angemeldet.

Neben ihrer klassischen Datenbank haben die Bayern mit bopki.com zudem noch eine zweite, reine Frauen-Plattform aufgebaut.

Dieses riesige Reservoir an potentiellen Marken-Fans und -Evangelisten ist der wahre Besitz der Firma. Mit ehrlicher und möglichst offener Kommunikation gelingt es den Münchnern tatsächlich, die meisten Mitglieder bei der Stange zu halten.

Wohlrab hat die Community innerhalb von fünf Jahren zusammen mit Co-Gründer Rob Nikowitsch aufgebaut. Später kam noch Word of Mouth-Experte Martin Ötting dazu. "Angefangen haben wir 2005. Die ersten 20.000 Mitglieder haben wir gewonnen, indem wir unter anderem Apple-Fans mit einem kleinen
Gewinnspiel auf die trnd-Plattform aufmerksam gemacht haben." Seit Anfang 2005 wurden über 100 Kampagnen für Kunden wie P&G, Wrigley, Henkel, GSK, Bosch, Unilever, L’ORÉAL, Dr. Oetker, Philips, smart, Sixt und Microsoft realisiert.

Zu geschickten Lockangeboten greifen die Münchner aber selbst heute noch. So wurde der Grundstein für die neue spanische Tochter mit klassischem E-Mail-Marketing erreicht. Ähnlich wie in Deutschland scheint sich das Geschäft auf der iberischen Halbinsel prächtig zu entwickeln: "Die intensive Aktivität auf trnd.es hat uns besonders überrascht. Anfangs waren wir nicht ganz sicher, ob sich die Konsumenten in Spanien genauso stark wie die deutschen Mitglieder beteiligen würden – zu unserer Überraschung war die Aktivität jedoch noch höher: Im Internet sind die Spanier teilweise deutlich aktiver als die Deutschen und lieben es, ihre Erfahrungen im Netz und in sozialen Netzen zu verbreiten“, sagt Juan Pistone, Leiter des Kampagnenmanagements in Spanien.

Nach dem sich die trnd-Dependance in Barcelona so prächtig anlässt, starten die Bayer in Spanien nun auch eine eigene Version ihrer Frauen-Community bobki.es.
Die iberische Halbinsel ist nicht die einzige Auslandsdependance der Bayern. Auch in Holland gibt es bereits ein Büro. Der Markteintritt in Italien und Frankreich soll bereits in wenigen Monaten folgen.

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