Bild der Frau bekommt Landlust

Jetzt auch noch Springer: Nach LandIdee (WAZ), Landleben und Liebes Land startet die Bild der Frau mit Landpartie nun ebenfalls einen Versuch, den Erfolg von Landlust zu imitieren. Am 19. März bringt Springers Frauen-Flaggschiff eine erste Testausgabe an den Kiosk. Funktioniert die Landpartie, ist nicht ausgeschlossen, dass das Heft schon bald in Serie geht. Aufmachung und Themenauswahl zeigen: Das Heft ist keine plumpe Landlust-Kopie, die Bild der Frau als Mutterblatt bleibt gut zu erkennen.

Anzeige

Der Oneshot ist kein dickes und schweres Themenheft, sondern kommt mit nur 76 Seiten aus. Inhaltlich setzt Landpartie auf Fotostrecken, Reportagen und viel Service. Typische Themen der Testausgabe sind: Gesundes Einkaufen in Hofläden, die 100 besten Hausmittel aus der Natur-Apotheke, eine große Tierreportage (Unterwegs mit einem Esel) oder ein Besuch beim "Bauer sucht Frau"-Paar Josef & Narumol auf ihrem Hof am Chiemsee.
"Mit unserem neuen Konzept möchten wir die Sehnsucht nach Erholung, echten Erlebnissen und Bodenhaftung stillen", sagt Bild-der-Frau-Chefredakteurin Sandra Immoor. "Wir gönnen den Lesern eine Verschnaufpause vom hektischen Alltag und Großstadt-Stress."

Immoor ist davon überzeugt, dass es mittlerweile ein großes Bedürfnis – auch bei vielen Städtern – nach dem einfachen, natürlichen und entschleunigten Landleben gibt. Immer mehr Menschen haben das Gefühl, dass die Gesellschaft, das Berufsleben und die Medienlandschaft von ihnen immer mehr verlangen und fordern. Landlust und jetzt auch Landpartie sollen dafür einen wohligen Gegenpool schaffen.
 Bei der Landlust aus dem Münsteraner Landwirtschaftsverlag, hat dieses Konzept perfekt funktioniert. Das Heft ist die Print-Erfolgsgeschichte der vergangen Jahre. Seit 2005 erst ist das Magazin auf den Markt und kommt mittlerweile auf einen Gesamtverkauf von 648.866 Exemplare. Alleine innerhalb der vergangen zwölf Monate steigerte die Redaktion um Chefredakteurin Ute Frieling-Huchzermeyer die Auflage um 45 Prozent.
Die zum Land-Konzept passende Zielgruppe hat die Bild der Frau schon. Im MEEDIA-Interview beschrieb Immoor ihre Leserinnen als „im besten Sinne normale Frau“. Dem Springer-Magazin gelingt es seit Jahrzehnten dem weiblichen – und wertkonservativen Teil der Mittelschicht ein „gutes Gefühl“ in „ihrer Normalität“ zu geben. Beste Voraussetzungen also, um in der Landlust-Leserschaft zu wildern.
Es gibt jedoch jetzt schon einen potenziellen weiteren Konkurrenten: Im Herbst 2009 ließ sich Burda bereits den Titel Landglück sichern. 

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige