Stern widerspricht CMK-Chef

Bunte-Affäre: In der Debatte um die Frage, wie viel Stefan Kiessling, Chef der Berliner Agentur CMK über die Bespitzelungen von Oskar Lafontaine, Horst Seehofer und Franz Müntefering wusste, legt das Hamburger Nachrichten-Magazin nun nach. Der Firmen-Boss sagte zuletzt, dass er nichts mit den unsauberen Methoden zu tun gehabt hätte. Allerdings behauptet der Stern, das Gegenteil beweisen zu können.

Anzeige

Am 12. Februar hatte das Nachrichten-Magazin den nichts ahnenden CMK-Chef in sein Hauptstadtbüro geladen. Kiessling, der auf einen neuen Auftrag gehofft haben soll, brüstet sich laut Stern mit den Worten: "Ich war es, der die Identität von Michelle Schumann aufdeckte." Weiter soll der Agentur-Besitzer angegeben haben, die Observation von Müntefering und seiner heutigen Ehefrau selbst geleitet und heimlich Fotos von dem Paar gemacht zu haben. "Nachtaufnahmen gab’s zum Schweinefüttern viele", zitiert der Stern Kiessling.

Am Donnerstag hatte Kiessling eine Erklärung verbreitet, in der es hieß: "Unsere Mitarbeitenden sind gehalten, die journalistischen Richtlinien strikt zu befolgen." Ein Verhalten, wie es in der Stern-Geschichte geschildert wird, dulde die Agentur „in keinster Art und Weise." CMK habe die Zusammenarbeit mit den "freischaffenden Mitarbeitern", die im Stern zu Wort kommen, im April 2009 aufgekündigt, weil deren Arbeitsmethoden mit "den professionellen Grundsätzen der CMK Images nicht vereinbar waren."

Über diese Erklärung kommentiert nun der Stern mit den Worten: "Das ist dreist. Und das ist falsch."

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige