Zensur? Verleger suchen Linie gegen Apple

Zensur in Apples App-Store? Wolfgang Fürstner, Geschäftsführer des Zeitschriftenverbandes VDZ, wählte gegenüber Spiegel Online starke Worte: "Wir können und werden als Verlage unsere Seele nicht verkaufen, nur um ein paar Kröten von Apple zu bekommen". Grund sind Vorbehalte des iPhone-Anbieters gegen Applikationen mit angeblich sexistischen Inhalten, darunter das App von "Bild".

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Springer hatte sich mit einem Brief an den Zeitungsverlegerverband BDZV gewandt, in dem "Bild Digital"-Geschäftsführerin Donata Hopfen "eine Einschränkung der redaktionellen Freiheit" kritisierte. Fürstner übernimmt diese Position: Heute passten Apple nackte Brüste nicht, "und morgen sind es wichtige gesellschaftliche und politische Themen, die den Verantwortlichen von Apple missfallen. Das ist Zensur und davor müssen wir uns schützen". Der Verbandsfunktionär will auf dem kommenden Kongress des Weltverbands der Verleger (FIPP) in Berlin eine gemeinsame Position der Verlage herstellen.

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