Burda-Portal: 100 Tage Finanzen100

Vor hundert Tagen schraubte Burda das Beta-Schild von seinem Wirtschafts- und Anleger-Dienst Finanzen100. Seitdem entwickelt sich die Site prächtig: "Wir haben unsere Planung bislang übertroffen", wie Chef Oliver Eckert MEEDIA verrät. Ihrem Ziel in zwei Jahren zu den Top drei der unabhängigen Finanzportale zu gehören, sind die Kölner bereits näher gerückt. Spätestens dann würde Burda richtig Kasse machen. Denn im Vergleich zur Konkurrenz funktioniert Finanzen100 als Aggregator, der kaum teure Manpower braucht.

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Vor hundert Tagen schraubte Burda das Beta-Schild von seinem Wirtschafts- und Anleger-Dienst Finanzen100. Seitdem entwickelt sich die Site prächtig: "Wir haben unsere Planung bislang übertroffen",  wie Chef Oliver Eckert MEEDIA verrät. Ihrem Ziel in zwei Jahren zu den Top drei der unabhängigen Finanzportale zu gehören, sind die Kölner bereits näher gerückt. Spätestens dann würde Burda richtig Kasse machen. Denn im Vergleich zur Konkurrenz funktioniert Finanzen100 als Aggregator, der kaum teure Manpower braucht.
Kernelement von Finanzen100 ist eine automatische Nachrichten-Suchmaschine, die auf über 12.500 Web-Quellen zurückgreift. Sie durchsucht sowohl klassische Nachrichten-Seiten, wie auch Foren, Blogs oder die Investor Relations-Seiten kleinerer Aktienfirmen. "Vor allem für Nebenwerte ist dies ein spannendes Angebot. Denn die meiste mediale Berichterstattung konzentriert sich noch immer auf die Blue Chips", erklärt Eckert.
Die Form von Business-Suchergebnissen scheint immer mehr Nutzer zu überzeugen. "Im Januar haben wir bereits mehr als 500.000 Visits und 1,6 Millionen Page Impressions erreicht", sagt Eckert.  "Zum Vergleich: Im ersten Monat unserer Beta-Phase kamen wir auf 50.000 Visits. Seit Start wachsen wir kontinuierlich von Woche zu Woche."
Allerdings ist die Konkurrenz noch weit weg. OnVista erreichte beispielsweise im Januar 12.1 Millionen Visits und Wallstreet Online kam auf 4,8 Millionen Visits.
Zweites Service-Standbein der Plattform sind die Wertpapier- und Themen-Dossiers. "Die gefallen Nutzern besonders gut", verrät Eckert. Doch nicht nur die User stehen auf die automatisch erstellten monothematischen Informationspakete. Auch Google honoriert die einfach strukturierten Service-Angebote mit einem immer größeren Besucherstrom, den die Suchmaschine zu Finanzen100 weiterleitet.
Allerdings stößt so eine softwaregestützte Zusammenstellung von Content-Bündeln bereits jetzt schon an ihre Grenzen. Deshalb muss langfristig wohl doch wieder humanoide Hilfe eingreifen. "Zurzeit arbeiten wir am Ausbau unserer Dossiers. Dazu verfeinern wir unsere Algorithmen und gehen Content-Partnerschaften ein. Sehen wir zu bestimmten Finanzthemen zusätzlichen Informationsbedarf, binden wir über ein Netzwerk freier Journalisten weitere Beiträge an."
Obwohl der Businessplan – laut Eckert –  für das Jahr 2010 noch keine nennenswerten Vermarktungserlöse vorsieht, muss auch der Geschäftsführer zugeben, über Paid Services nachzudenken. "Das könnten zum Beispiel attraktive Realtime-Angebote für Heavy Trader sein."
Unabhängig von dem Aufbau neuer kostenpflichtiger Dienste ist die Zielrichtung bis zum Ende des Jahres klar: "Das Jahr 2010 steht voll und ganz im Zeichen des weiteren Reichweitenaufbaus." Geht das Wachstum in einer ähnlichen Geschwindigkeit weiter, wird beim ersten Geburtstag bereits die Millionen-Visits-Marke geknackt sein.

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