Nach Aufschrei: EMI behält Abbey Road

Der verschuldete Musikkonzern EMI hat das Verkaufsangebot für seine legendären Londoner Abbey Road Studios zurückgezogen. Ein ungenannter Manager sagte Londoner Zeitungen, die entsetzte Reaktion der britischen Öffentlichkeit habe dem Konzern erst deutlich gemacht, welchen ideellen Wert das Tonstudio habe.

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Zu den ob der Pläne bestürzten Briten zählte Sir Paul McCartney, der mit den Beatles den Großteil der Alben an der Abbey Road aufgenommen hat. Der "National Trust", Besitzer etlicher Schlösser und Herrenhäuser, hatte sich angeboten, das Studio als nationales Kulturerbe zu retten.
EMI hatte das Gebäude 1929 für 100.000 Pfund erworben und jetzt offenbar ein Angebot über 30 Millionen Pfund ausgeschlagen. Eine einfache Rechnung hat das Unternehmen womöglich bewogen, den gewaltigen Imageschaden doch noch abzuwenden: Der Erlös hätte wenig mehr als ein Prozent der Schulden (2,6 Milliarden Pfund) abgedeckt, die das Unternehmen angehäuft hat.

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