Zeitungen verlieren 12,1% ihrer Anzeigenumfänge

Die lokalen und regionalen Abonnement-Zeitungen Deutschlands haben im Jahr 2009 insgesamt 12,1% ihrer Vorjahres-Anzeigenumfänge eingebüßt. Wie die Zeitungs Marketing Gesellschaft (ZMG) mitteilt, gab es in einem Teilgebiet des Werbegeschäfts allerdings einen positiven Trend.

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So wuchsen die "Großformen des Handels" um 1,9% gegenüber 2008. Unter diesem Fachbegriff werden großflächige Anzeigen von Discountern, Supermärkten und anderen Handelsunternehmen zusammengefasst. Sie nutzten die Zeitungen also stärker als im Vorjahr als Werbeplattformen. Ebenfalls leicht im Plus liegen die Reiseanzeigen (+0,4%).

Deutliche Verluste mussten die Verlage hingegen in anderen wichtigen Anzeigengeschäften hinnehmen. So schrumpften die Umfänge der Stellenmärkte um sage und schreibe 39,3%. Auch bei den Immobilien- (-18,2%) und KFZ-Anzeigen (-15,0%) ging es abwärts. Die lokalen Geschäftsanzeigen, die den größten Anteil am Werbegeschäft in Zeitungen ausmachen, gingen um 5,2% zurück.

Die ZMG erfasst für ihre Statistiken alle in den Hauptausgaben bzw. anzeigenstärksten Einzelausgaben der deutschen Lokal- und Regionalzeitungen erschienenen Anzeigen. Die Statistik zeigt ein kompletteres Abbild vom Werbegeschäft als z.B. die Brutto-Werbestatistik von Nielsen. Dort wird sämtliche Rubrikenwerbung wie Stellen-, Immobilien- und KFZ-Anzeigen nicht mitgezählt.

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