Bauer-Betriebsrat zeigt Geschäftsführung an

Nach dem Grosso-Knatsch droht Bauer nun der nächste juristische Ärger: Wie der Spiegel berichtet, wehrt sich der Betriebsrat mit einer Anzeige beim Amt für Arbeitsschutz gegen den rüden Umgang im Fall der geschlossenen Redaktionen von Wohnidee und Laura Wohnen kreativ. Die Arbeitnehmer bemägeln, dass sie vom Verlagsmanagement nicht rechtzeitig informiert worden waren. Gegenüber MEEDIA bezeichnete eine Bauer-Sprecherin diese Darstellung als "in wesentlichen Punkten grob unrichtig".

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Am 27. November gab Bauer bekannt, die beiden Titel nach München zu ziehen. Nach der Verkündung wurden alle Mitarbeiter freigestellt und aufgefordert ihre Schreibtische zu räumen. Bereits wenige Stunden später wurden die Büros abgebaut.

Der Betriebsrat sieht seine Rechte verletzt, weil dieser nicht vom Verlagsmanagement rechtzeitig informiert worden war und deshalb bei der Bekanntgabe keine Chance mehr gehabt haben soll, sich mit Geschäftsführung und Mitarbeitern zu beraten.

Bis zum 17. Februar hat der Verlag nun Zeit, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen. Gegenüber MEEDIA betont das Medienhaus allerdings, dass sich der Betriebsrats auf eine mehrseitige Sachverhaltsdarstellung stütze, die "in wesentlichen Punkten grob unrichtig" ist. "Wir sind deshalb sicher, dass ein mögliches Ermittlungsverfahren entweder gar nicht eingeleitet wird oder ansonsten zeitnah eingestellt wird."

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