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Berger-de León nicht mehr StudiVZ-Chef

Machtwechsel bei StudiVZ: Nach rund einem Jahr kehrt Markus Berger-de León wieder in Vollzeit zur Abacho AG zurück. Neuer starker Mann bei den drei VZ-Netzwerken wird der bisherige Geschäftsführer Sales, Clemens Riedl. Bevor Berger-de León im Januar 2009 den Posten in Berlin übernahm, leitete Riedel bereits kommissarisch das Netzwerk. Laut Unternehmensmitteilung hat der Ex-Chef die "strategischen Projekte bei VZ erfolgreich abgeschlossen". Vor einem Jahr noch galt Berger-de León als Hoffnungsträger.

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Neben Riedl werden auch der bisherige Technik-Chef Jodok Batlogg und der Finanzmanager Thomas Baum zu Mitgliedern der Geschäftsführung berufen.
„Wir danken Markus Berger-de León für seine exzellente Arbeit bei den VZ Netzwerken. Mit ihm und dem VZ Team haben wir 2009 viele technische Neuerungen wie den Buschfunk, die mobilen VZ-Portale oder die Open-Social-API eingeführt und zugleich weitere substantielle Fortschritte bei der geschäftlichen Umsetzung erzielt", sagt Holtzbrincks Digital Geschäftsführer Jochen Gutbrod. "An diese Erfolge kann das im letzten Jahr verstärkte Management Team rund um Clemens Riedl nun nahtlos anknüpfen.“
Tatsächlich hat Berger-de León einiges Angeschoben. Ihm gelang es bislang die juristischen Angriffe des großen Rivalen Facebook abzuwehren. Zudem schrieb das Netzwerk unter seiner Regie im Sommer 2009 für ein paar Monate erstmals schwarze Zahlen.

Im Herbst erlebte die Holtzbrick-Tochter ein echtes PR-Fiasko: Ein vermeintlicher SchülerVZ-Erpresser beginn im Untersuchungsgefängnis Selbstmord. Über mehrere Wochen erhob der Anwalt des Inhaftierten schwere Vorwürfe gegen das VZ-Management.
Neben dem noch nicht dauerhaft vollzogenen Break Even macht den drei VZ-Plattformen (StudiVZ, MeinVZ und SchuelerVZ) vor allem der massiven Siegeszug von Facebook zu schaffen. Das US-Netzwerk hat laut Google Ad-Planner in Deutschland elf Millionen Unique Visitors. Die drei Holtzbrinck-Seiten zusammen 13 Millionen Unique Visitors. Die Tendenz bei Facebook ist jedoch klar steigend. Bis das US-Netzwerk den deutschen Konkurrenten überholt, ist nur noch eine Frage der Zeit.
Bei der Abacho AG soll sich Markus Berger-de Leó nun um den weiteren Ausbau der Marktführerschaft des Tochterunternehmens MyHammer in Deutschland, Österreich und Großbritannien kümmern. Damit ist der ehemalige Jamba-Manager wieder da angekommen, wo er vor einem Jahr aufgehört hatte.

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