News Corp macht wieder kräftige Gewinne

Der Tycoon ist zurück: Ein Jahr nach dem Rekord-Verlust verbuchte Rupert Murdochs News Corporation im abgelaufenen zweiten Quartal wieder kräftige Gewinne. Die Wall Street-Erwartungen wurden in allen Belangen pulverisiert. Größte Umsatzbringer waren das Filmgeschäft mit dem Blockbuster "Avatar" und das Kabelfernsehen, aber auch die Print-Sparte mit dem Wall Street Journal legte deutlich zu. Während die Aktie nachbörslich haussiert, schwadroniert Murdoch über den Wert von Inhalten.

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Der Tycoon ist zurück: Ein Jahr nach dem Rekord-Verlust verbuchte
Rupert Murdochs News Corporation im abgelaufenen vierten Quartal wieder kräftige Gewinne. Die Wall Street-Erwartungen wurden in allen Belangen pulverisiert. Größte Umsatzbringer waren das Filmgeschäft mit dem Blockbuster "Avatar" und das Kabelfernsehen, aber auch die Print-Sparte mit dem Wall Street Journal legte deutlich zu. Während die Aktie nachbörslich haussiert, schwadroniert Murdoch über den Wert von Inhalten.

Die Narben der Rezession waren tief und schmerzvoll. Wie tief, lässt sich an der Wortgewalt ablesen, mit der Rupert Murdoch die jüngsten Geschäftsergebnisse seines Medienkonglomerats kommentiert.  "News Corp geht aus der Rezession mit neuer Stärke hervor", erklärte der alternde Medienzar nach Handelsschluss an der Wall Street, "ich bin überzeugt, dass das Unternehmen in eine neue Phase nachhaltigen Wachstums eintritt".

Der operative Gewinn im vierten Quartal 2009 betrug stolze 1,2 Milliarden Dollar oder 25 Cent je Aktie. Die befragten Analysten waren lediglich von 981 Millionen Dollar oder 20 Cent je Aktie ausgegangen. Auch die Umsätze schossen mit 8,7 Milliarden Dollar weit über die Wall Street-Prognosen hinaus, die noch bei  8,23 Milliarden gelegen hatten.

"Avatar" beflügelt die Filmsparte

Bereinigt um Schadensersatzzahlungen von mehr als 500 Millionen Dollar, die aus einem Rechtsstreit mit Valassis Communication resultieren, erzielte News Corp. einen Nettogewinn von 254 Millionen Dollar (10 Cent pro Aktie). Im Vorjahresquartal 2008 hatten Abschreibungen im Zuge der Übernahme der Dow Jones Company, die u.a. das Wall Street Journal verlegt, noch zu einem Rekordminus von 6,4 Milliarden Dollar geführt.

Maßgeblicher Treiber des Umsatz- und Gewinnsprungs zwischen Oktober und Dezember war vor allem die Filmsparte, die von starken DVD-Verkäufen  und den ersten zwei Wochen des Blockbusters "Avatar" profitierte. Der erzkonservative TV-Sender Fox News steigerte seine operativen Einnahmen um 51 Prozent. Auch die Gewinne aus dem Zeitungsgeschäft stiegen dank radikaler Sparmaßnahmen um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

"Inhalte sind der Kaiser aller elektronischen Dinge"

Und die Gewinne sollen in den Folgequartalen weiter fließen. Üppige Kinoerlöse sind von "Avatar" auch im laufenden Quartal zu erwarten, und dann wird auch schon der nächste Vertriebsweg angezapft: "Wir werden die DVD so schnell wie möglich herausbringen", erklärte  Rupert Murdoch auf dem anschließenden Conference Call.

Und das blieb nicht das Einzige, was der 78-jährige Medientycoon den Journalisten diktierte. Vor wiedererlangtem Selbstvertrauen nur so strotzend, beschwor Murdoch die Heraufkunft des Inhalte-Zeitalters in den schillerndsten Farben.  

"Inhalte sind nicht nur König", rezitierte Murdoch eine alte Metapher der Medienbranche, "sie sind tatsächlich der Kaiser aller elektronischen Dinge", erklärte der News Corp-Gründer in Richtung der neuen technologischen Errungenschaften wie das iPhone oder iPad.

Ohne Inhalte seien Gadgets wie das iPad, das Murdoch nicht namentlich nannte, "so leer wie ein Gefäß".  E-Reader und Smartphones würden ohne Inhalte "nur von Batterien betrieben." Keine Frage: Rupert Murdoch ist wieder in Hochform.

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