Abwerbewelle: Dreyer wechselt zur DAPD

Jetzt wird der Spieß umgedreht: DAPD (bisher deutsche AP) und ddp werben Cord Dreyer vom Konkurrenten dpa ab. Dreyer, der die Wirtschaftsnachrichten-Agentur dpa-AFX in Frankfurt leitet, soll spätestens zum 1. August die neu geschaffene Agenturgruppe als Ober-Chefredakteur führen. Zudem wird DAPD in Zukunft mit der Schweizerischen Depeschenagentur AG (SDA) kooperieren und Texte austauschen. Darüber hinaus wird das Berner ddp-Büro zu einem Korrespondetenbüro umgewandelt.

Anzeige

Dreyer ist seit Frühjahr 2007 bei der dpa-AFX. Zuvor war der gelernte Diplom-Theologe als Chef-Pressesprecher bei Volkswagen und als Radio-Journalist tätig.
Durch Dreyers Wechsel wird sich jedoch nichts an der Führung der einzelnen Agenturen ändern. Die Chefredakteure Joachim Widmann (ddp) und Peter Gehring (DAPD) bleiben weiterhin im Amt. Damit, so die Pressemitteilung, werde sowohl die Kontinuität des journalistischen Angebotes und ein einheitlicher sowohl kaufmännischer als auch journalistischer Auftritt der Agenturgruppe in der Öffentlichkeit gewährleistet.
Bevor Dreyer kommt, soll ab 1. Februar die Kooperation mit der SDA starten. Die SDA wird dann von der ddp nicht nur deutsche Texte, sondern auch den Auslands-Depeschendienst der DAPD für die Schweiz übernehmen. Die ddp erhält hingegen die Lizenz zur Nutzung des SDA-Dienstes. Das ddp Büro in der Schweiz (zuvor AP-Büro) wird als Korrespondentenbüro umgewandelt. Wie die Arbeit dort in Zukunft aussehen wird, ist aber noch nicht klar: Alle Mitarbeiter bis auf den Chefredakteur wurden entlassen. Ein Teil von ihnen soll jedoch in der neu geschaffenen Dependance wieder eingestellt werden.  
Als Grund für die Zusammenarbeit nannte Martin Vorderwülbecke, Vorstand der ddp media AG, dass die Aufrechterhaltung eines nationalen Schweizer Dienstes mit einem Team von 15 Personen nicht möglich gewesen sei.
Die Agenturgruppe verspricht sich von der Kooperation sowohl eine Steigerung der Quantität und Qualität als auch sogenannte "bilanzielle Effekte". Man werde sich in Zukunft auf das Kerngeschäft in Deutschland konzentrieren.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige