Burdas Suite101 attackiert Lokalverlage

Burdas Erfolgsportal versucht sich jetzt auch als Regionalplattform: Bereits heute hat Suite101 mehr Unique Visitors als Abendblatt.de oder DerWesten.de. Bislang konzentrierte sich das Angebot jedoch ausschließlich auf Produktion von Suchmaschinen optimierten Texten. Jetzt plant Chefredakteur Dirk Westphal aber den Angriff auf kleine und mittlere Regionalverlage und startet mit SuiteHome.de ein neues Angebot mit lokalen Inhalten. Zum Start konzentriert sich Westphal erst einmal auf 101 deutschprachige Städte.

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"Mit SuiteHome bietet Suite101 all denjenigen eine Veröffentlichungsmöglichkeit, die über Interessantes aus ihrer Region berichten möchten: Schreibtalenten, Autoren, Lokaljournalisten – Profis wie Amateuren", heißt es in einem About-Text. "Unsere Stärke ist es, kostenfreie, qualitativ hochwertige Informationen zu bieten. Damit sind wir sehr erfolgreich. Das Suite101-Modell auf regionale Inhalte auszuweiten, liegt inhaltlich wie unternehmensstrategisch auf der Hand", Chefredakteur Dirk Westphal.
Typische Inhalte für die neue regionalen Plattformen sollten vor allem praktische Tipps für Bürger sein. "Ob Kommunalpolitik, Stadtgeschichte oder regionale Wirtschaft, Restaurantkritiken oder lokale Veranstaltungen – alles, was regional interessant ist, findet hier seinen Platz", heißt es auf der Seite.

Westphal legte mit seinem Projekt in den vergangen 1,5 Jahren ein beeindruckendes Wachstum hin. Laut Google Ad-Planer erreichte Suite101 im Juli 2008 rund 93.000 Unique Visitors, im Dezember waren es 470.000 Unique Visitors, im Juli 2009 bereits 750.000 Unique Visitors und im November wurde zum ersten Mal ein siebenstellige Ergebnis erreicht (1,1 Millionen Unique Visitors).
Suite101 bezeichnet sich selbst als "Netzwerk der Autoren". Auf der Plattform können freie Journalisten und ambitionierte Hobby-Autoren in über 400 Rubriken ihre Texte veröffentlichen. Je spezieller ein Thema, um so besser. Bezahlt werden die Texter anteilig aus den Einnahmen über Google-AdSense, die direkt auf der von ihnen bestückten Unterseite erzielt werden. Heißt: Je öfter eine Geschichte geklickt wird, desto mehr Geld gibt es. "Fleißige Schreiber, die ihre Texte geschickt Aufbauen, können im Monat einen mittleren dreistelligen Eurobetrag verdienen", sagt Westphal im Herbst gegenüber MEEDIA. Im lokalen Bereich werden einzelne Artikel allerdings kaum so hohe Klickezahlen erreichen können. Mögliche Einnahmen würden dementsprechend niedriger ausfallen.
Burda ist seit 2006 über seine Digital Venture-Tochter mit einer "signifikanten Minderheit im zweistelligen Prozent-Bereich" bei dem Start-up aus Vancouver ein.

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