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Lukas Heinser: der neue Bildblog-Chef

Nach dem Rückzug von Stefan Niggemeier leitet jetzt Lukas Heinser das Bildblog. Er ist 26 Jahre und hat gerade fertig studiert. Im MEEDIA-Interview erklärt der Bochumer, wie er sich die Zukunft des Watchblogs vorstellt: Er will nicht das gesamte Konzept verändern, aber "was mir tatsächlich sehr am Herzen liegt, sind Geschichten, die noch stärker hinter die Kulissen des Medienbusiness blicken." Zudem überlegt er, das alte Bildblog-Gesetz aufzubrechen und möglicherweise Kommentare zuzulassen.

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Werden wir Zeuge eines Machtwechsels beim Bildblog?
Nein. Die mediale Wahrnehmung hat sich schon immer sehr stark auf Stefan Niggemeier konzentriert, dabei muss man ganz klar sagen, dass sein Mitgründer Christoph Schultheis einen großen Anteil am Erfolg des Projektes hat. Das Bildblog war nie eine One-Man-Show und wird es natürlich auch nicht werden.
 
Wie muss man sich die Strukturen bislang beim Bildblog vorstellen? Hat Stefan Niggemeier als Chef einfach bestimmt, was gemacht wird?
Nein. Es wurde schon immer viel diskutiert. Oftmals sogar so lange, bis alle müde umgefallen sind. Ich glaube aber, dass die intensiven Gespräche den Texten und Geschichten immer sehr gut getan haben.
 
Soll sich diese Struktur jetzt ändern?
Nein. Natürlich nicht.
 
Wie wird sich das Bildblog inhaltlich verändern?
Dazu kann ich noch nichts sagen. Wir werden uns erst einmal alle zusammensetzten und dann miteinander mögliche Veränderungen besprechen.
 
Wird es auch personelle Veränderungen im Autorenteam geben?
Es hat in den letzten Wochen und Monaten schon einige Verstärkung und neue Mitarbeiter gegeben, aber ich bin auch weiterhin auf der Suche nach ein paar zusätzlichen Autoren. Vor allem Leute mit gewissen Spezial- bzw. Fachgebieten würden der Seite gut tun.
 
Soll die Berichterstattung also spitzer werden? Entdeckt das Bildblog jetzt die Nische?
Nein. Das auch wieder nicht. Aber an einigen Stellen noch eine andere inhaltliche Farbe, würde der Seite schon gut tun.
 
Wie soll sich das Blog unter Ihrer Führung weiterentwickeln?
Was mir tatsächlich sehr am Herzen liegt, sind Geschichten, die noch stärker hinter die Kulissen des Medienbusiness blicken. Beispielsweise Storys, die beschreiben, wie eine Nachrichtenagentur arbeitet. Für viele Leute ist es beispielsweise noch immer überraschend zu erfahren, dass sich ein Agenturtext oftmals auf unzähligen Nachrichten-Portalen – auch sogenannten Qualitätsangeboten – wiederfindet.
 
In den vergangen Monaten verlor das Bildblog einen Teil seines Traffics. Interessieren Sie sich überhaupt für die Besucher-Entwicklung?
Natürlich. Man will ja schon wissen, ob man gelesen wird. Viel wichtiger ist aber die Frage, ob man auch verstanden wird.
 
Bei dieser Frage könnte eine stärkere Interaktion mit den Lesern helfen. Soll künftig die Kommentarspalte wieder geöffnet werden?
Auch darüber werden wir diskutieren. Wahrscheinlich sogar erbittert. Wenn man sieht, wie oft sich die Kommentardiskussionen im Blog von Stefan Niggemeier – das wesentlich weniger Leser als das Bildblog hat – vom eigentlichen Thema abkoppeln, dann muss man sich schon fragen, ob wir mit der zu erwartenden Beitragsflut überhaupt fertig werden.

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