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Kartellamt: Verleger attackieren Google

Der Disput zwischen den deutschen Verlegern und Google erreicht eine neue Eskalationsstufe: Am Samstag informierte Google-Deutschland-Sprecher Kay Oberbeck darüber, dass das Bundeskartellamt drei "Beschwerden von Wettbewerbern" vorliegen habe und Google um eine Stellungnahme bittet. "Die Beschwerden stammen von der Microsoft-Tochter Ciao, sowie vom VDZ und dem BDZV und dem Kartendienst-Anbieter Euro-Cities." Die Verleger verlangen offenbar eine Bezahlung für die Anzeige ihre Inhalte bei den Suchtreffern.

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Erst wenn die entsprechenden Stellungnahmen von Google eingegangen sind, wird über die Einleitung eines förmlichen Verfahrens entschieden. "Wir sind natürlich gern bereit, dem Bundeskartellamt unsere Produkte und Geschäftspraktiken zu erklären, und wir sind davon überzeugt, dass sie den deutschen und europäischen Gesetzen entsprechen", sagt Oberbeck gegenüber MEEDIA. 
Der Kartendienst-Anbieter Euro-Cities moniert dem Vernehmen nach, dass die Suchmaschine sein Kartenmaterial kostenlos anbietet. Der Google-Rivale Microsoft versucht mit der Beschwerde gegen Inhalte eines Vertrages vorzugehen, den die Suchmaschine mit Ciao schloss, noch bevor der Software-Konzern die Verbraucher-Plattform 2008 übernahm.
Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) fordert schon seit langem eine Beteiligung an den Werbeeinnahmen von Google: "Wir wollen wissen, wie gelistet wird und warum welches Angebot oben in der Ergebnisliste steht, und wir wollen an den Werbeeinnahmen, die mit unseren aufwendig hergestellten Qualitätsinhalten generiert werden, beteiligt werden", sagte BDZV-Referent Ende im vergangenen November der Deutschen Presseagentur. 
Alle drei Beschwerden sind unabhängig voneinander und wurden möglicherweise bereits im Sommer 2009 eingereicht. 

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