taz.de ist mit neuer Homepage online

Die Revolution bleibt aus bei der neuen Website der Berliner Tageszeitung. Die taz hat in der Nacht von Donnerstag auf Freitag ihren Internet-Auftritt behutsam relauncht. Die Zeitungs-Revoluzzer setzen dabei durchgängig auf mehr Übersichtlichkeit und bewährte Elemente. Auch die Grundschrift der Seite ist ein bisschen größer geworden. Die neu gestaltete taz-Homepage wirkt gestalterisch geradezu konservativ. Aber das muss ja nichts Schlechtes heißen.

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Das Design der Website ist zweispaltig angelegt. In der Mitte gibt es eine herausgehobene Top-Geschichte, gefolgt von weiteren Top-Geschichten, darunter sortieren sich die Ressorts. Die Navigationsleiste wurde in eine einzige Zeile gepackt, was aus Nutzersicht zu begrüßen ist. Überhaupt merkt man der Website an, dass viel Wert auf Übersichtlichkeit gelegt wurde.

Lediglich die zwischen manche Teaser gepackten Elemente, wie die Ankündigung der "Themen des Tages" und von "Schwerpunkten" sowie eine überflüssige Mini-Rubrik namens "Was fehlt", irritieren ein bisschen. Das ist wahrscheinlich als Auflockerung gedacht, aber gerade die "Themen des Tages" hätten doch einen eigenen Punkt in der Haupt-Navigation oder der rechten Spalte verdient gehabt.

Die "Themen des Tages" haben dafür mit www.taz.de/tdt eine eigene permanente Adresse bekommen, so dass man diese sich auch als Startseite einrichten kann. Ein netter Service. Klickt man auf einzelne Artikel, öffnet sich doch noch eine zweite Navigationsleiste mit weiteren Einstellungsmöglichkeiten, was aber nicht weiter stört. Gut ist, dass man die Service-Elemente der Seite, wie Abo- oder Anzeigeninfos gebündelt in einem Kasten in der rechten Spalte präsentiert.

Internet-Themen haben mit "Netz" ein eigenes Ressort bekommen und das Dauerbrennerthema Überwachung wird mit einem Schwerpunkt gewürdigt. Innovationen oder Gimmicks sucht man vergebens. Der neue taz.de-Auftritt ist nüchtern, erwachsen und ganz und gar unrevolutionär. Aber wie bereits gesagt: Für die Nutzbarkeit und Lesefreundlichkeit sind behutsame und bewährte Schritte sowieso eher förderlich. Letztlich kommt es gerade bei der taz sowieso mehr auf die Inhalte an und weniger auf die Verpackung.

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