„Grazia“ startet mit Copypreis von 2 Euro

Jetzt ist es offiziell: Die Mediengruppe Klambt bestätigt den 11. Februar als Erscheinungstag für die deutsche Ausgabe des Frauen-Magazins "Grazia". Am Donnerstag wurde der entsprechende Lizenzvertrag mit dem Mailänder Verlag Mondadori unterzeichnet, der das Heft seit 1938 herausbringt und von Medienzar und Ministerpräsident Silvio Berlusconi kontrolliert wird. Zum Start wird das Heft unter der Leitung von Klaus Dahm in einer Auflage von 500.000 Exemplaren verbreitet und am Kiosk 2 Euro kosten.

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Zuvor war die Entwicklung des Heftes unter dem Arbeitstitel "Look" vorangetrieben worden. "Grazia" wird im neu gegründeten Klambt Style Verlag GmbH & Co KG erscheinen, dessen Geschäftsführer Nicole Oefler und Kay Labinsky sind. Chefredakteur ist Klaus Dahm. Fürs Erste garantiert der Verlag eine Verkaufsauflage von 150.000 Exemplaren, langfristig sind 200.000 Hefte pro Ausgabe angepeilt.
Zuletzt hatte es Irritationen gegeben, weil Klambt das Magazin in den vergangenen Wochen unter dem Titel "Look" vorgestellt und Medienjournalisten sowie Kunden und Agenturen präsentiert hatte. Der kurzfristige Schwenk zu "Grazia" könnte das Vertrauen in den Launch schwächen. Allerdings versichern Eingeweihte, dass das Konzept stehen bleibe und sich gegenüber den Präsentationen nicht ändere.
Womöglich war die aufmerksamkeitsstarke Roadshow auch ein gezieltes Manöver. Wie mit den Vorgängen vertraute Kreise berichten, gestalteten sich die Verhandlungen mit den italienischen Lizenzgebern über Monate äußerst zäh. Erst als man in Mailand begriffen habe, dass Klambt das Magazin auch im Alleingang auf den Markt bringen würde, lenkte der Berlusconi-Verlag ein und genehmigte die 13. Lizenzausgabe.
Der vom Baden-Badener Verlag verbreitete Cover-Shot macht allerdings noch einen unrunden Eindruck. Typo und Erscheinungsbild sind für den deutschen Käufer ungewohnt, es bleibt abzuwarten, wie das tatsächliche Heft an den Start geht. Da der Verlag bis zu 20 Millionen Euro investieren will, um die Zeitschrift zu etablieren, ist davon auszugehen, dass für den Newcomer ordentlich getrommelt wird. Und Shopping-Nutzwert, der gerade in der jungen Zielgruppe hoch im Kurs steht, bietet das Heft zur Genüge. News & Shoes – eine bodenständige, aber möglicherweise erfolgreiche Magazin-Formel im Medienjahr 2010.

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