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Otto findet’s gut: „Gala“ mit Video-Anzeige

Die Vermarktungsexperten bei G+J Media Sales scheinen in Sachen Werbung in Experimentierlaune zu sein: Der am Donnerstag erscheinenden Ausgabe der "Gala" wird ein sogenanntes Video in Print Ad (VIP) des Versandhauses Otto beigelegt. Allerdings bekommt nur ein kleiner Teil der Abonnenten diese Sonderwerbeform zu sehen: 8.000 Exemplare werden mit dem VIP-Ad bestückt. Bereits im Dezember testete G+J die Werbeform an ausgewählten Lesern. Auch der "Spiegel" warb vergangene Woche mit einem VIP-Ad.

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Die Beilage funktioniert wie eine animierte Geburtstagskarte: Man klappt sie auf, Musik ertönt aus einem kleinen Lautsprecher und – anders als bei einer einfachen Karte – zusätzlich wird ein Video abgespielt. Das im Durchmesser fünf Zentimeter große und 2,7 Millimeter dünne LCD-Display zeigt einen Hauptfilm zum neuen Otto-Katalog, indem die Models die neue Sommer-Kollektion präsentieren. Hinzu können über drei Bedienknöpfe weitere Videos angesehen werden, beispielsweise sind dort die Hintergrundinformationen zum Dreh hinterlegt. Ein weiteres Video läd zum "Nena entdecken" ein. Die Sängerin posiert auf dem aktuellen Katalog-Cover des Versandhauses.
Die VIP-Werbung wird über einen Akku betrieben, der sich mithilfe eines USB-Kabels wieder aufladen lässt, sollte der auf siebzig Minuten Abspielzeit angelegte Speicher seinen Geist aufgeben. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Videos über eine USB-Schnittstelle auf den Rechner zu ziehen. In dem Blog Basic Thinking sind insbesondere Technikfans auf das neue Werbewunder gespannt. In einem Kommentar schreibt User Nachtgold: "Also mal von der anderen Seite betrachtet … das ist ein kleiner Haufen Technik, den man sonst nicht so günstig bekommt." Jedoch ist fraglich, ob die User überhaupt in den Genuss der neuen Technik kommen werden. Schließlich liegt die VIP-Werbung nur in kleiner Anzahl der "Gala" bei, wobei nur Abonnenten die Beilage erhalten. Die typische Gala-Leserin gilt nicht unbedingt als technik-affin.
Die neue Werbeform wurde in einem zweijährigen Verfahren von der US-amerikanischen Firma Americhip entwickelt. Erstmals wurde sie im September 2009 für eine Kampagne des amerikanischen Fernsehsenders CBS und des Limonadenherstellers Pepsi eingesetzt. Hierzulande hatte der "Spiegel" in seiner letzten Ausgabe 2009 eine VIP-Ad des Autoherstellers VW beigelegt.

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