Käßmann kritisiert privates Fernsehen

Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche, Margot Käßmann, hat im Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" die Privatsender dazu angemahnt, mehr Verantwortung für die Menschenwürde zu tragen. Die 51-Jährige sagte über die deutsche TV-Kultur, dass der Schutz der Privatsphäre nichts mehr wert sei: "Es geht offenbar nur noch um den programmierten Tabubruch, um nichts anderes."

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Auch die Printmedien blieben von der hannoverschen Landesbischöfin nicht verschont. Die Berichterstattung über die HIV-Erkrankung der No Angels-Sängerin Nadja Benaissa habe in ihren Augen Grenzen überschritten. Gleichzeitig mahnte sie die Gesellschaft an: "Die Verantwortung tragen aber auch Menschen, die diese Medien kaufen. Würden sie das nicht tun, würde sich die Berichterstattung ganz schnell ändern."
Zudem kündigte Käßmann an, dass die Kirche "immer wieder" einen "kritischen Geist" in die Aufsichtsgremien der Sender einbringe müsse, wie zuletzt im Fall des ZDF-Chefredakteurs Nikolaus Brender nur unzureichend geschehen.

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