Lehmann und Scholl als Favoriten

Fußball-Kult-Kommentator Günther Netzer hat seinen Rückzug bei der ARD nach der kommenden Weltmeisterschaft in Südfrika angekündigt. Nun beginnen die Spekulationen, wer sein Nachfolger werden könnte. Die "Bild"-Zeitung bringt den ehemaligen Nationaltorhüter und aktuellen Keeper des VfB Stuttgart, Jens Lehmann, ins Spiel. Bei der ARD sei bereits über Lehmann diskutiert worden. Mit Mehmet Scholl hat die ARD aber bereits einen weiteren prominenten Ex-Spieler unter Vertrag.

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Scholl, der derzeit die zweite Mannschaft des FC Bayern München trainiert und auf seine Lizenz als Fußballlehrer hinarbeitet, steht seit März 2008 in Diensten der ARD. Damals analysierte und kommentierte er gemeinsam mit Reinhold Beckmann Spiele der Fußball Europameisterschaft. Im Februar 2009 verlängerte die ARD seinen Vertrag bis 2010. Bislang galt Scholl als ein Top-Favorit für eine mögliche Nachfolge von Günther Netzer. Nun könnte er mit Jens Lehmann starke Konkurrenz bekommen.

Lehmann gilt auf dem Platz wegen diverser Ausfälle als unberechenbar. Bekannt ist, dass der 40-Jährige nach der aktuellen Saison seine aktive Spieler-Karriere beenden möchte. Lehmann ist prominent, verfügt über das nötige Fachwissen und ist eloquent. Somit wäre er als TV-Kommentator bei Fußballspielen sehr gut geeignet. Eine Entscheidung wird es aber erst im kommenden Jahr geben. ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky sagte zu "Bild": "Wir haben keinen Zeitdruck bei unserer Entscheidung. Wir sehen bis jetzt noch keinen Handlungsbedarf."

Immerhin bleibt Netzer der ARD ja für die kommende WM noch erhalten. Einen Typen wie Netzer mit seinem staatsmännischen Auftreten, der knochentrockenen, knallharten Analyse und den witzigen Frotzeleien mit seinem Sparringspartner Gerhard Delling, wird man ohnehin nicht vollwertig ersetzen können. Ein Nachfolger muss seinen eigenen Stil finden. Und Netzer bleibt seinen Fans vielleicht auch auf die eine oder andere Art und Weise im TV erhalten. Gegenüber dem "Spiegel" sagte er: "Ohne Fußball wäre ich nicht das geworden, was da als Netzer herausgekommen ist. Das ist nicht vorbei, nur weil ich bei der ARD aufhöre." Es könne durchaus sein, dass er auch künftig etwas auf dem Bildschirm mache.

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