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Ebeling sieht kaum Chancen für N24

In einem Brief an sämtliche Staatskanzleien hat ProSiebenSat.1-Chef Thomas Ebeling ein vernichtendes Urteil über die wirtschaftliche Situation seines News-Senders gefällt: "Unser Geschäft mit N24 ist mit mehr als 40 Mio Euro dauerhaft defizitär und bewegt sich in einem gesättigten Markt", zitiert Sueddeutsche.de aus dem Schreiben. Bereits im Januar werde der TV-Konzern Verkaufsoptionen prüfen. Daneben kommt offenbar der Umbau von N24 in einen reinen Dokukanal in Frage.

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Wörtlich heißt es in dem Brief, der bereits am 8. Dezember versendet und auch von German-Free-TV-Chef Andreas Bartl unterzeichnet wurde: "Unser Geschäft mit N24 ist mit mehr als 40 Mio Euro dauerhaft defizitär und bewegt sich in einem gesättigten Markt, in dem mehr als 10 Wettbewerber aktiv sind und alleine N24, n-tv, Phoenix um einen Gesamtmarktanteil von 3 % kämpfen."

Gleichzeitig versichert Ebeling, dass sich der TV-Konzern seiner Verantwortung als Rundfunkveranstalter nicht entziehen wolle – also offenbar weiterhin bereit ist, ein Vollprogramm mit Nachrichten zu bieten.
Auf einer Betriebsversammlung Ende November hatte der ProSiebenSat.1-Chef zuvor seine rigorosen Sparpläne für N24 vorgestellt. Diskutiert werden offenbar sämtliche Modelle außer einer kompletten Einstellung des Senders. So ist neben dem Verkauf ein Umbau zur reinen Abspielstation von Dokus, Reportagen und Doku-Soaps ohne aktuelle Nachrichten im Gespräch. Eine Rumpfredaktion, die die Nachrichtensendungen von ProSieben, Sat.1 und kabel eins produziert, könnte behalten werden, doch N24 als Nachrichtensender wäre Geschichte. Eine weitere denkbare Option sieht vor, am Programmschema nichts zu ändern – und in erheblichem Umfang Kosten einzusparen. Diese Möglichkeit ist allerdings die unwahrscheinlichste.

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