Ringier: Walder neuer Deutschlandchef

Umstrukturierung bei Ringier: Ab Januar ist Marc Walder neben seinen Aufgaben als Geschäftsführer von Ringier Schweiz auch für das Deutschlandgeschäft des schweizerischen Verlags verantwortlich. Deutschland-Geschäftsführer Martin Paff berichtet dann direkt an den 44-jährigen Walder. Bislang war der Deutschland-Chef dem CEO Christian Unger des Gesamtverlags unterstellt. 2010 wird Ringier voraussichtlich eine Offensive auf dem deutschen Markt starten und "Cicero" sowie "Monopol" pushen.

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Ringier begründet die neue Hierachie mit "organisatorischen Anpassungen", so ein Verlagssprecher auf MEEDIA-Anfrage. Ringier Deutschland publiziert derzeit "Cicero", das Magazin für politische Kultur sowie das Kunstmagazin "Monopol". Beide Zeitschriften werden künftig von Gruner + Jahr Media Sales vermarktet.
Walder hat bei Ringier eine Bilderbuchkarriere hingelegt. In nur 15 Jahren arbeitete sich der ehemalige Tennis-Profi vom Kartonkleber zum Chef des Schweiz-Geschäfts hoch. Innerhalb des Medienunternehmens war Walder zunächst beim "Blick", wo er 1999 Sportchef und ein Jahr später Chefredakteur des "Sonntagsblick" wurde. Anschließend übernahm er die Redaktionsdirektion der Zeitungen, ehe er im Sommer 2008 zum Geschäftsführer von Ringier Schweiz aufstieg.
Bei "Cicero" wird der bisherige "Zeit"-Herausgeber Michael Naumann am 1. Februar die Nachfolge von Wolfram Weimer als Chefredakteur antreten. Wann dieser zum Burda-Verlag wechseln kann, ist derzeit noch offen. Meldungen von Mediendiensten, wonach Weimer schon Anfang des Jahres im Berliner Burda-Büro "aufschlagen" werde, hatte Pfaff zuletzt kategorisch zurückgewiesen. "Das wird aus unserer Sicht vor dem 1. Juni nicht möglich sein", sagte er dem "Kontakter".

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