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AOL: ICQ-Verkauf an Digital Sky?

Kaum ist der Internet-Pionier AOL börsengelistet, kochen die Schlagzeilen über. Wie von Branchenexperten erwartet, will sich der Internet-Inhalte-Anbieter offenbar von einigen Diensten trennen. Ganz oben steht nach Informationen des "Wall Street Journals" der Instant Message-Client ICQ. Der potenzielle Käufer ist kein Unbekannter: Die russische Internet-Beteiligungsgesellschaft Digital Sky will nach Angaben der amerikanischen Wirtschaftszeitung zuschlagen – und dafür einen stattlichen dreistelligen Millionenbetrag berappen.

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Kaum ist der Internet-Pionier AOL börsengelistet, kochen die Schlagzeilen über. Wie von Branchenexperten erwartet, will sich der Internet-Inhalte-Anbieter offenbar von einigen Diensten trennen. Ganz oben steht nach Informationen des "Wall Street Journals" der Instant Message-Client ICQ. Der potenzielle Käufer ist kein Unbekannter: Die russische Internet-Beteiligungsgesellschaft Digital Sky will nach Angaben der US-Wirtschaftszeitung zuschlagen – und dafür einen stattlichen dreistelligen Millionenbetrag berappen.

Es geht Schlag auf Schlag bei AOL: Gerde mal seit ein paar Tagen ist das frühere Internet-Powerhouse wieder als selbstständiges Unternehmen an der Börse, scheinen auch schon die ersten großen Umstrukturierungen bevorzustehen.  Internet-Experten wie Henry Blodget überraschen sie nicht: "Wahrscheinlich werden noch einige Unternehmensteile verkauft werden, aber AOL hat durchaus gute Perspektiven", erklärte der frühere Internetaktien-Analyst im Vorfeld des IPOs.

Danach sieht es nun ganz aus: Wie das "Wall Street Journal" berichtet, hat sich die russische Internet-Beteiligungsgesellschaft Digital Sky in Position gebracht, um für sich das erste Filetstück zu sichern – den Instant Message-Client ICQ. Zwischen 200 und 300 Millionen Dollar könnte das von Yuri Milner geführte Technologieportal bereit sein, an AOL zu übereisen, glaubt das "WSJ".

Russen-Investor Digital Sky könnte der nächste Zukauf in den USA gelingen

Damit könnte es dem an der New Yorker Börse NYSE gelisteten Internet-Pionier durchaus gelingen, den 1998 bezahlten Kaufpreis von 286 Millionen Dollar wieder herauszubekommen. Vor knapp einem Monat wurde bekannt, dass AOL eine Investmentbank mit der Käufersuche betraut habe.

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Für Digital Sky wäre es nicht das erste prestigeträchtige Investment in den USA. Im Mai dieses Jahres hat Digital Sky erst für 200 Millionen 1,96 Prozent am weltgrößten Social Networks Facebook erworben – und zwar auf Basis einer Bewertung von üppigen zehn Milliarden Dollar.

Auch Bebo könnte verkauft werden

Digital Sky ist alles andere als ein Unbekannter, sondern tatsächlich das heißeste Internet-Konglomerat des russischen Riesenreiches, das schon jetzt über 70 Prozent des Traffics in Russland aufweist und über die ganz großen Beteiligungen in der osteuropäischen Web-Szene wie etwa den eMail-Dienst mail.ru, das russische Alumni-Netzwerk Odnoklassniki.ru oder das soziale Netz vKontakte.ru verfügt.

Passenderweise ist ICQ dann auch in Russland – genau wie Deutschland – und Israel der meistgenutzte Instant Messange-Dienst. Die Gespräche befänden sich allerdings erst in einem frühen Stadium, berichtet das "Wall Street Journal". Auch das Social Network "Bebo" könnte bald unter den Hammer kommen, glaubt Henry Blodget.  

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