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Analoges Sat-TV vor dem Aus

Die Landesmedienanstalten haben die Einstellung des analogen Satelliten-Fernsehens für Ende April 2012 gefordert. Der Verband der privaten Rundfunkanbieter VPRT hat zu diesem Thema ein Sechs-Punkte-Papier herausgegeben, in dem er diesen Vorschlag unterstützt. Beim Kabelfernsehen soll bis Ende 2010 eine Lösung gefunden werden.

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Laut Angaben der Kommission für Zulassung und Aufsicht der Landesmedienanstalten (ZAK) empfangen bereits heute bei ansteigender Tendenz mehr als 70 Prozent der Satellitenhaushalte ihre Signale digital. "Ein konkretes Abschaltdatum, an dem es keine analogen Programmangebote über Satellit mehr gibt, schafft Klarheit für alle Beteiligten", sagte der ZAK-Vorsitzende Thomas Langheinrich.
Die Abschaffung des analogen TV auch via Kabel ist allen Rundfunk-Anbietern gleichermaßen ein Anliegen. "Wir bitten die zuständige Medienpolitik, einen festen Abschaltzeitpunkt für die analoge Satellitenverbreitung moderierend und gestaltend zu begleiten. Die Politik sollte dabei festlegen, dass im Laufe des nächsten Jahres auch für das Kabel ein verbindliches und diskriminierungsfreies Migrationskonzept aufzustellen ist", so VPRT-Präsident Jürgen Doetz.
ZDF-Intendant Markus Schächter äußerte sich in seiner Haushaltsrede am vergangenen Freitag ähnlich. Die Abschaltung der analogen Verbreitung via Kabel und Satellit sei für die nahe Zukunft wichtig. Dann könne "endlich die teure Doppelausstrahlung aller Programme – analog, digital – beendet werden". Die sei im Interesse der Zuschauer, "weil die Verwirrung durch unterschiedliche Standards entfällt", so Schächter.
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