Riskanter Job: 90 Reporter 2009 getötet

Mindestens 88 Journalisten kamen 2009 bislang bei der Ausübung ihres Berufs ums Leben. Die Zahl der Verhaftungen geht in die Hunderte. Das geht aus einem Bericht hervor, den die World Association of Newspapers and News Publishers (WAN-IFRA) auf dem World Newspaper Congress im indischen Hyderabad vorgestellt hat. Den traurigen Rekord halten die Philippinen mit Dutzenden von getöteten Journalisten. Insgesamt bleibt 2009 bislang hinter dem blutigsten Jahr 2006.

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Von den weltweit 88 getöteten Journalisten starben allein bei dem Massaker auf den Philippinen Ende November 35. Durch dieses eine Ereignis steigt die südostasiatische Region zum gefährlichsten Land für die Berufsgruppe auf. Auf den weiteren Plätzen: Acht Journalisten wurden in Pakistan getötet, sieben in Mexiko und sechs in Somalia. In Russland verloren fünf Journalisten ihr Leben. Weitere europäische Länder sind in dem Bericht nicht aufgelistet.

Bereits jetzt liegt 2009 im Jahresvergleich an dritter Stelle seit Beginn der WAN-Berichte im Jahr 1998: nur 2007 mit 95 und 2006 mit 110 getöteten Medienvertretern waren noch blutiger.

Hinsichtlich der Arbeitsbedingungen für Journalisten hebt der Report China, Burma, den Mittleren Osten und Nordafrika als besonders widrige Zonen hervor. Massive Verletzungen der Pressefreiheit sind allerdings ein weltweites Problem. Von der Verfolgung missliebiger Journalisten ist auch Europa betroffen.

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