KaufDa: mit E-Werbeblättchen zum Erfolg

Schöner kann man einen Geburtstag nicht feiern: Der lokale Einkaufsmarktplatz KaufDa.de wurde von Gründerszene zum Start-up des Jahres 2009 gekürt. Das Portal, das mit eingescannten Werbeprospekten sein Geld verdient, ist vor einem Jahr gestartet. Seitdem hat sich die Site zu einem ernsthaften Konkurrenten im Werbegeschäft für lokale Printtitel entwickelt. Zudem haben die Macher ein Partner-Netzwerk im Internet gegründet. "Werbung ist unser Content", sagt Gründer Christian Gaiser.

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Das Portal steht seit Gründung unter dem Verdacht, den Print-Niedergang mit seinem Angebot zusätzlich zu beschleunigen. Dies wollen die vier Gründer nicht auf sich sitzen lassen. "Wir betrachten uns nicht als  Substitut  zu den klassischen Postwurfsendungen, sondern als ergänzendes Medium", erklärt Gaiser. "Unser Angebot richtet sich an die Konsumenten, die man mit gedruckten Prospekten nicht mehr erreicht."

KaufDa.de bietet Einzelhändlern die Möglichkeit, Verbraucher über das Internet auf dieRegion bezogen zu erreichen und so den Filialumsatz zu steigern. Gleichzeitig können Verbraucher auf KaufDa.de eine Vielzahl von lokalen Einkaufsangeboten durchsuchen und vergleichen.

Die Prospekte erhält KaufDa.de als PDF-Dateien direkt vom Händler. Zudem konnten die Macher des Portals in den letzten Monaten einige reichweitenstarke Partner gewinnen wie Immobilenscout, Meinestadt.de, Suchen.de oder Stadtbranchenbuch.com. "Wir sind das Eintrittstor für den Einzelhandel ins Web. Unser lokaler Targeting-Algorithmus ermöglicht es, Angebote von Einzelhändlern erstmals im Internet lokal auszusteuern", so Gaiser.

Die Bilanz nach einem Jahr lässt sich sehen: KaufDa.de erreicht über sein Netzwerk mehr als vier Millionen Unique Visitors pro Monat und ist in 17.000 Städten und Gemeinden Deutschlands mit Angeboten von 75.000 Geschäften vertreten. Zum Start vor einem Jahr wimmelte es von weißen Flecken auf der Deutschlandkarte von KaufDa.de. "Verbraucher konnten bei uns im letzten Monat über 250.000 lokale Produktangebote finden", sagt Thomas Frieling, CTO und Mitgründer von KaufDa.de.

Der Aufstieg des Portals blieb auch namhaften Investoren nicht verborgen. Inzwischen zählen die Deutsche Telekom, eVenture und Web-Unternehmer wie die Gründer von Last.fm, OnVista oder StudiVZ zu den Geldgebern des Start-ups. Zudem gab es in der Vergangenheit zahlreiche Preise. Erst gestern kürte das Blog Gründerszene KaufDa.de zum Start-up des Jahres.

Die Expertenjury bestand unter anderem aus dem Xing-Gründer Lars Hinrichs, dem Gründer von Spreadshirt Lukasz Gadowski, dem Sevenload-Erfinder Ibrahim Evsan und dem Gründer der Qype-Community Stephan Uhrenbacher. "Als ich zuerst von KaufDa.de gehört hatte, dachte ich mir: was für ein Quatsch! Prospekte scannen und online lesen, die sind nicht für online gemacht. Mittlerweile bin ich von der Qualität der Umsetzung des Konzepts überzeugt und glaube, dass hier im Bereich der lokalen und regionalen Werbung wirklich ein Potential gehoben werden kann", begründet Stephan Uhrenbacher seine Wahl für KaufDa.de.

Die Betreiber der Site wollen auch in Zukunft ihr Geschäft weiter ausbauen. Es bestehe die Möglichkeit über die deutschen Grenzen hinaus zu expandieren. Anfragen gebe es bereits, doch zunächst wolle man sich in Deutschland etablieren. Dazu sei im ersten Quartal 2010 die Einführung einer mobilen Version geplant.

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