Crédit Agricole investiert in Samwer-Projekte

Ein Deal, der aufhorchen lässt: Die französische Crédit Agricole, die sechstgrößte Bank der Welt, schließt eine Partnerschaft mit dem Berliner Start-up-Inkubator Rocket International. Hinter dem Raketen-Namen verbirgt sich die aktuell wichtigste Beteiligungsgesellschaft der StudiVZ- und Jamba-Investoren Marc, Oliver und Alexander Samwer. Durch die frischen Millionen aus Frankreich können die drei Star-Gründer jetzt noch aggressiver in neue Web-Unternehmungen investieren.

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Als erstes gemeinsames Projekt engagiert sich die Crédit Agricole Private Equity als Lead-Investor bei dem Berliner Start-up Dealstreet.de. "Damit dokumentiert Crédit Agricole Private Equity verstärktes Interesse an web-basiertem Entertainment-Shopping", heißt es in einer Pressemitteilung.

Allein der Fakt, dass die Samwers über eines ihrer Investments via Pressemitteilung sprechen, ist ein höchst seltenes Erlebnis: "Bisher verfolgten die drei Brüder eher eine Medienpolitik des Stillschweigens, nun wird sogar sprachlich gewagt von einem ‚VC-Syndikat‘ gesprochen", kommentiert Gründerszene-Chef Joel Kaczmarek. In der Unternehmensmitteilung steht: "Ziel dieser Partnerschaft ist der effiziente Auf- und Ausbau innovativer Web-Geschäftsmodelle aus Deutschland heraus." Weiter heißt es: "Mit Unterstützung der Crédit Agricole Private Equity kann Rocket International erfolgversprechende Projekte von der frühen Gründungsphase über ihren gesamten Investmentzyklus hinweg noch ganzheitlicher betreuen." Das klingt nach einer großangelegten Partnerschaft.

Crédit Agricole Private Equity verwaltet rund 400 Millionen Euro. Wie viel davon nach Berlin zu Dealstreet.de fließen, wurde jedoch nicht kommuniziert. Das Start-up bezeichnet sich selbst "als Aktionshaus für Internetauktionen". Denn man kombiniere die perfekte Mischung aus "traditionellem und modernem". De Facto werden bei Dealstreet.de High-Tech und Entertainment-Produkte versteigert und direkt verkauft.

Mit dieser Ausrichtung passt die Web-Company perfekt in das aktuelle Beuteschema der Samwers. Seit Monaten investieren die Brüder überwiegend in transaktionsorientierte Web-Angebote. Seien es nun Brillen-, Schuh- oder Möbel-Shops.

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