ZDF: Journalisten protestieren auf EU-Ebene

Am Montag haben 17 deutsche Erstunterzeichner der Europäischen Charta für Pressefreiheit bei der EU-Kommission und dem Europarat Beschwerde eingereicht. Unter anderem unterschrieben Verlagsrepräsentanten von Gruner + Jahr und Axel Springer sowie Journalisten von "Die Zeit" und "Spiegel" das Dokument. Sie protestieren gegen den Beschluss des ZDF-Verwaltungsrats, der den Vertrag von Chefredakteur Nikolaus Brender am Freitag nicht verlängert hat.

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Hans-Ulrich Jörges, Mitglied der "Stern"-Chefredaktion und Initiator, bezeichnete die Entscheidung im Namen der Gruppe als "flagranten Verstoß" gegen Artikel 2 der Charta. Darin heißt es unter anderem, dass unabhängiger Journalismus in allen Medien ohne politische oder regulierende Eingriffe durch den Staat zu garantieren ist.
Die Medienvertreter wollen mit der Beschwerde erreichen, "dass die Europäische Charta für Pressefreiheit in allen Mitgliedstaaten, auch in der Bundesrepublik Deutschland, vorbehaltlos respektiert" werde. Bereits vor der Sitzung des ZDF-Verwaltungsrats hatten sie vor einer Verletzung der Charta gewarnt.
Mehr als 450 Journalisten aus 34 Staaten – auch aus den Nicht-EU-Staaten wie Russland, Ukraine, Serbien und der Türkei – haben die Charta unterzeichnet.

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