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Vertriebs-Allianz von WAZ, Burda und MZV

Es gibt eine neue Nummer zwei im deutschen Pressevertrieb: Die WAZ Mediengruppe, Hubert Burda Media und der Moderne Zeitschriften Vertrieb (MZV) von Michael Imhoff gehen zum 1. Januar 2010 eine strategische Allianz ein. So entsteht ein national und international operierender Pressevertrieb mit einem Marktumsatz von über 500 Millionen Euro und einem deutschen Marktanteil von 20 Prozent. Größer ist nur noch der Axel Springer-Vertrieb. Der Verlierer des Zusammenschlusses ist der Bauer-Verlag.

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Im Ranking der großen Presse-Vertriebe belegt der Hamburger Verlag nur noch die dritte Position. Als belegt ihrer neuen Marktmacht sieht die Gruppe die Tatsache, dass "von den 100 im Einzelverkauf erfolgreichsten Zeitschriften auf dem deutschen Markt gegenwärtig 37 von den neuen Partnern verlegt oder vertrieben" werden.

Die Allianz entsteht dadurch, dass sich auch Burda an der MZV beteiligt. Bereits vor einigen Jahren stieg die WAZ bei dem Vertriebsunternehmen ein. MZV-Gründer Michael Imhoff bleibt geschäftsführender Gesellschafter.
Das Ziel der Fusion ist es laut Unternehmensmitteilung, "mittelfristig die Vertriebserlöse zu sichern und gleichzeitig die hohen Kosten des Vertriebs in schwieriger Zeit zu reduzieren." Weiter heißt es: "Die Zusammenarbeit ermöglicht den beiden Medienunternehmen die Nutzung von Synergien und stärkt die Verhandlungsposition, was sehr stark den kleineren Verlagen und Mandanten des MZV zu Gute kommt."
„Die außerordentlichen Leistungen und Kompetenzen des MZV werden durch das Zusammengehen mit dem ebenfalls erfolgreichen Burda Vertrieb noch verstärkt", kommentiert der Leiter des WAZ-Unternehmensbereichs Zeitschriften, Manfred Braun. "So entsteht eine Partnerschaft, die sowohl in wirtschaftlicher Hinsicht für alle Beteiligten als auch im Hinblick auf den Fortbestand des gesamten Grosso-Systems von erheblichem Gewicht ist bzw. sein wird. Für die erfolgreiche Weiterentwicklung unserer Häuser haben wir damit die richtigen Weichen in die Zukunft gestellt.“
 
Burda-Verlagsvorstand Philipp Welte ergänzt: „Diese strategische Allianz ist Zeichen eines neues Denkens in der Verlagsbranche, das angesichts des wachsenden Drucks auf die Märkte deutlicher auf Kooperation setzt. Mit dieser Maßnahme stärkt Burda seine Position im nationalen Pressevertriebsmarkt deutlich. Zugleich werden in schwierigen Zeiten Kosten reduziert und Erlöse mittelfristig stabilisiert/gesichert.“
 

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