Insolvenz: „Klima-Magazin“ droht das Aus

Sie waren angetreten, die Welt zu retten, doch jetzt kämpfen die Macher des vor einem Jahr gestarteten "Klima-Magazins" um ihr Objekt. Ende vergangener Woche, so erfuhr MEEDIA aus sicherer Quelle, hat die Geschäftsführung Insolvenzantrag beim Amtsgericht Hamburg gestellt. Ob das aus privaten Mitteln finanzierte Magazin noch eine Überlebensschance hat, ist ungewiss. Die Außenstände sollen im knapp sechsstelligen Bereich liegen. Offen ist auch, ob die druckfertige Ausgabe noch erscheinen wird.

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2Wir haben gemeinsam mehrere hunderttausend Euro Privat-Vermögen in dieses Projekt gesteckt", hatte Initiator Uwe Dulias noch im Oktober gegenüber MEEDIA erklärt und sich mit Blick auf 2010 optimistisch gezeigt. Aber er sagte auch: "Ohne zusätzliche Investoren wird es eng."
Hinter dem Magazin stehen oder standen ehemalige Führungskräfte der "Bild" wie der frühere Chefredakteur Udo Röbel, der beratend tätig war, sowie der frühere Vize Uwe Dulias, Ex-Sportchef Werner Köster oder "BamS"-Reporterin Christel Vollmer. Die Startauflage von 100.000 Exemplaren war aber offenbar deutlich zu hoch angesetzt, die hohe Remissionsrate belastete die Bilanz ebenso wie die mit der Eskalation der Krise verbundenen Anzeigenstornos.
Wie es weiter geht, ist unklar. Auf MEEDIA-Anfrage war am Montagabend kein Beteiligter zu erreichen.

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