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Twitter: Börsenpläne sind noch fern

Es ist die Woche der Börsen-Gerüchte: Nachdem sich um das weltgrößte Social Network Facebook die unterschiedlichsten Spekulationen zu einem möglichen Börsengang ranken, ist Twitter-CEO Biz Stone sichtlich bemüht, solche Gedankenspiele erst einmal zu zerstreuen. Man wolle das Unternehmen aufbauen, erklärte Stone auf einer Konferenz an der britischen Oxford-Universität. Ein IPO könne eine Option sein, müsse es aber nicht. Gleichzeitig machte der Twitter-Chef deutlich, dass 2010 endlich Umsätze fließen sollen.

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Es ist die Woche der Börsen-Gerüchte: Nachdem sich um das weltgrößte Social Network Facebook  die unterschiedlichsten Spekulationen zu einem möglichen Börsengang ranken, ist Twitter-CEO Biz Stone sichtlich bemüht, solche Gedankenspiele erst einmal zu zerstreuen.  Man wolle das Unternehmen aufbauen, erklärte Stone auf einer Konferenz an der britischen Oxford-Universität. Ein IPO könne eine Option sein, müsse es aber nicht. Gleichzeitig machte der Twitter-Chef deutlich, dass 2010 endlich Umsätze fließen sollen.  

Es ist die Zeit des Jahres für Technologie-Unternehmen: November, die Thanks-Giving-Woche – wenn es saisonal eine starke Phase für Hightechs an den Aktienmärkten gibt, dann sind es diese Wochen vor Weihnachten.

Entsprechend haussierten Technologiewerte wie Apple, Google & Co gestern nachhaltig in Richtung neuer Jahreshoch. IT-Schwergewicht Hewlett-Packard veröffentlichte nach Börsenschluss starke Zahlen. Und auch der Markt für Neuemissionen kommt wieder ins Laufen: Im Oktober gingen so viele Konzerne an die Börse wie seit zwei Jahren nicht mehr – darunter auch Dot.com-Unternehmen wie der Online-Anbieter von Lernmitteln für Schulen, Archipelago Learning Inc.

"Keinen Blick in den Kalender für einen Börsengang  riskiert"

Wie nahe liegend ist es also, auf einen baldiges IPO der beiden herausragendsten Web 2.0-Unternehmen zu setzen, die Internetnutzer seit Jahren faszinieren? Während bei Facebook die Analystenschätzungen über die Kurzfristigkeit eines möglichen Gangs an die Aktienmärkte auseinandergehen, äußerte sich Twitter-CEO Biz Stone selbst zu einem möglichen Going Public.

"Wir wollen unser eigenes Unternehmen auf- und ausbauen, das für eine lange Zeit bestehen bleibt", so Stone. "Wenn ein Börsengang dafür ein Weg ist – dann natürlich. Allerdings haben wir dafür bisher keinen Blick in den Kalender riskiert", erklärte der  35-Jährige am Rande eines Workshops an der britischen Universität Oxford.    
       
"2010 wird wirklich das Jahr der Umsätze"

Möglichen Verkaufsszenarien erteilte Stone dagegen eine klare Absage. "Wir sind wirklich nicht an einem Verkauf interessiert. Wenn ein Börsengang die einzige Option ist – OK. Vielleicht jedoch ergeben sich im Laufe der Zeit noch andere Wege. "

Tatsächlich wäre ein IPO in absehbarer Zeit auch kaum denkbar. Twitter erlöst derzeit noch kaum Erlöse, was sich jedoch im nächsten Jahr signifikant ändern soll. "2010 wird wirklich das Jahr der Umsätze", kündigte Stone an. "Ich weiß nicht, ob wir dann schon profitabel werden, aber wir haben ja noch viel Zeit."     
Langfristig spricht viel für ein IPO

"Viel Zeit", um an die Börse zu gehen? Auch wenn Twitter das Vorhaben in diesem frühen Unternehmensstadium – das kalifornische Start-up ist gerade mal dreieinhalb Jahre alt – noch offen lässt, deuten doch die Entwicklungen der letzten Monate verstärkt auf einen solchen Exit in mittel- bis langfristiger Zukunft hin.

Ende September erst hatte Twitter in seiner bislang größten Finanzierungsrunde 100 Millionen Dollar eingesammelt – und sich dabei u.a. auch von der frühren Investmentbank Morgan Stanley finanzieren lassen. "Morgan Stanley hat sich gerade das Twitter-IPO gekauft", befand die Branchenpresse daraufhin.

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