Cyber-Mobbing: So schützen Sie sich

In Großbritannien findet in dieser Woche eine Anti-Bullying-Week statt, eine Aktionswoche gegen Mobbing und gewalttätiges Drangsalieren. Haupt-Thema ist diesmal: Cyber-Mobbing. Auch Facebook hat sich an der Aktionswoche beteiligt und fünf Verhaltenstipps veröffentlicht, wie man Cyber-Mobbing verhindern oder damit umgehen kann. Erst im September hatte sich ein 15-jähriges Mädchen wegen Cyber-Mobbings bei Facebook das Leben genommen. Die Tipps sind auch für andere Netzwerke nützlich.

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Nach anhaltenden Demütigungen bei Facebook brachte sich die 15-jährige Holly Grogan aus dem britischen Cheltenham um. Ende August war erstmals ein 18Jähriger wegen Cyber-Mobbings zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Der britische Guardian berichtet auf seiner Website über die Facebook-Tipps für den Umgang mit Cyber-Mobbing. Dort wird Richard Allen zitiert, Facbooks Director of Eurpean public pplicy: "Facebook nimmt das Thema Cyber-Mobbing sehr ernst. Die Anti-Bullying-Week ist eine tolle Gelegenheit, mit unseren Nutzern über Sicherheit zu sprechen. Es gibt keinen Platz für Mobbing bei Facebook."

MEEDIA übersetzt Facebooks Anti-Mobbing Tipps ins Deutsche. Die Tipps finden sich bei Facebook auf in den Hilfe-Seiten zum Thema Sicherheit, gelten generell aber auch für andere Soziale Netzwerke:

1. Akzeptiere nur Freunde, die Du kennst

Um Belästigungen von Fremden zu vermeiden, akzeptiert nur Freunde-Anfragen von Leuten, die ihr kennt und meldet verdächtige Botschaften oder Profile. Facebook pflegt eine Kultur der echten Namen und Fake-Profile werden abgeschaltet, wenn sie gemeldet werden. Nur bestätigte Freunde können auf Eure Wall schreiben oder Euch über den Facebook-Chat kontaktieren. Wenn Ihr also befürchtet, dass jemand unangemessene Dinge bei Euch schreibt oder beleidigende Nachrichten schickt, dann solltet ihr die Kontaktanfrage ignorieren.

2. Stoppt missbräuchliches Benehmen

Ihr könnt blocken, dass jemand Euer Profil anschauen kann. Wenn Ihr unangemessene oder missbräuchliche Anfragen oder Nachrichten bekommt, blockt die Person, indem Ihr sie in die Blocking-Liste am unteren Ende der Privatsphäre-Seite setzt. Zusätzlich zum Blocken kann man jemanden aus der Freunde-Liste entfernen, wenn derjenige unangemessene Botschaften schickt.

3. Meldet Ärger direkt an Facebook

Ihr könnt einen ausfälligen Nutzer melden, indem Ihr auf den Link "Report/Block person" klickt, der ganz unten links auf dem Profil einer Person steht. Dieser Link taucht aber nur auf, wenn man noch nicht mit der Person befreundet ist. Man kann auch jemand anderes bitten, diese Person zu melden oder den Nutzer von der eigenen Freundesliste entfernen und anschließend melden. Die gemeldete Person erfährt davon nichts. Facebook wird dem Vorfall nachgehen und auf Basis der Nutzungsbedingungen entscheiden, ob beanstandete Inhalte online bleiben oder nicht.

4. Lasst Eure Informationen privat

Stellt die Privatsphäre-Einstellungen bei Facebook so ein, dass bestimmte Leute nicht auf die Inhalte Eurer Wall, Fotos und Profil zugreifen können. Ihr könnt die Privatsphäre-Einstellungen auch so einstellen, dass Euer Profil nicht von Suchmaschinen gefunden wird oder überhaupt öffentlich angezeigt wird.

5. Reagiert nicht auf Mobbing. Blockt, meldet oder löscht solche Einträge

Statt auf Mobbing direkt über das Postfach, die Wall oder den Facebook-Chat zu reagieren, sollte man beleidigende Inhalte von der Wall oder aus dem Postfach löschen und anschließend die Blocken/Melde-Funktion nutzen, um den Vorfall zu regeln. Wenn man die Posts oder Nachrichten von bestimmten Nutzern nicht mag, sollte man überlegen, diese von der Freundes-Liste zu streichen. Nur bestätigte Freunde können an die Wall schreiben oder Euch über den Chat ansprechen.

Laut einer aktuellen Studie wurden bereits 340.000 der rund 4,4 Mio. Kinder- und Jugendlichen im Alter zwischen 11 und 16 Jahren Opfer von Mobbing-Attacken im Internet und mit Mobiltelefonen. In Deutschland haben rund ein Viertel der 1.200 zwischen 12 und 19 Jahre alten Befragten der JIM-Studie 2008 (Jugend, Information, Medien) des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest (MPFS) angegeben, sie seien in einem Sozialen Netzwerk bereits von Mobbing betroffen gewesen. Betroffene Jugendliche können sich auf der Website juuuport.de an ehrenamtliche Scouts wenden, die weiterhelfen.

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