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„Focus“ löst das Internet-Ressort auf

Die Umstrukturierungen bei Burdas "Focus" nehmen erste konkrete Formen an. So wird ausgerechnet das eigenständige Internet-Ressort aufgelöst. Internet-Themen sollen künftig in allen Ressorts des Blattes stattfinden. "Focus"-Chefredakteur Helmut Markwort hat mit einer internen Arbeitsgruppe einen umfassenden Relaunch des "Focus" vorbereitet. Dieser soll Anfang nächsten Jahres umgesetzt werden, noch bevor der neue Chefredakteur Wolfram Weimer an Bord kommt.

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"Herr Weimer darf sich freuen, wenn er ein modernes Heft übernehmen kann", sagte Helmut Markwort jüngst gegenüber "werben & verkaufen". Projekt Z nannte sich die Relaunch-Initiative zunächst. Markwort will damit beweisen, dass er den "Focus" aus sich heraus auffrischen kann. Verschiedene Arbeitsgruppen waren aufgerufen, sich Gedanken zu machen. Mittlerweile wurde aus den Gruppen eine einzige geformt und das Projekt Z wurde in Projekt Meta umgetauft.

Dass nun ausgerechnet das eigenständige Internet-Ressort aufgelöst wird, kann man so oder so interpretieren. Eine Interpretation liefert "Focus"-Verlagssprecherin Cornelia Tiller, die gegenüber MEEDIA sagte: "Die Berichterstattung zum Thema Internet wird nicht eingestellt, im Gegenteil. Weil sich das Internet durch alle Bereiche unseres Lebens zieht, ist es nur logisch, die Berichterstattung auf alle Ressorts zu verteilen. Kollegen, die sich auskennen, können ihre Themen in allen relevanten Ressorts platzieren."

Eine weniger freundliche Interpretation wäre, dass es nach außen kein allzu gutes Signal sendet, wenn man ausgerechnet das Internet-Ressort auflöst. Das "Focus"-Impressum führt derzeit fünf Mitarbeiter im Internet-Ressort. Wie diese sich auf andere Ressorts verteilen sollen, ist noch unklar. Eine Stelle soll auf jeden Fall gestrichen werden. Auch Wolfram Weimer wird aufmerksam verfolgen, was sich an seinem künftigen Arbeitsplatz vor seinem Antritt noch so alles tut.

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