WAZ kassiert EV vom Schalker Ex-Anwalt

Die Essener WAZ-Gruppe hat wegen ihrer Berichterstattung über die Finanzkrise beim FC Schalke 04 eine Niederlage vor Gericht kassiert. Konkret ging es dabei um die Rolle des ehemaligen Schalker Rechtsanwalts Theo Paeffgen. Das Landgericht Hamburg erließ am Donnerstag eine Verbotsverfügung gegen Redakteure der Gruppe sowie den Verlag. Danach wird es der WAZ untersagt, weiterhin ungeprüft und unberechtigt Gerüchte aus Schalker Vorstands- und Aufsichtsratskreisen über Paeffgen zu verbreiten.

Anzeige

Die WAZ hatte in einem Artikel am 26. Oktober unter anderem behauptet, Schalkes ehemaliger Rechtsanwalt Theo Paeffgen sei die Quelle für Zeitungsberichte über die Finanzkrise des Clubs und verfolge damit eigene finanzielle Interessen. Der Artikel wurden in der WAZ, der NRZ, der Westfälischen Rundschau und der Westfalenpost abgedruckt.
Sollten die Zeitungen oder ihre Redakteure Wille und Hendriock die falschen Behauptungen wiederholen, droht ihnen ein Ordnungsgeld im Einzelfall von bis zu 250.000 Euro.
Konkret hat das Hamburger Landgericht den Zeitungen und ihren Redakteuren verboten,

   - durch Ihre Berichterstattung den Eindruck zu erwecken, dass 
Rechtsanwalt Theo Paeffgen, Ex-Anwalt des Schalke 04, Quelle von
Zeitungsberichten über die Finanzkrise des Clubs sei;
   - zu behaupten oder zu verbreiten, dass der Investmentbanker 
Stephen Schechter vom Verein Schalke 04 eine Generalvollmacht
für Rechtsanwalt Paeffgen gefordert habe;
   - zu behaupten oder zu verbreiten, dass Paeffgen Honorare in Höhe 
von 5 bis 7 Millionen Euro entgangen seien, weil die von
Schechter unterbreiteten Vorschläge vom Club abgelehnt wurden.

Rechtsanwalt Paeffgen sieht die Artikel als "Teil einer Rufmord-Kampagne". Der WAZ-Konzern wollte den Hamburger Gerichtsentscheid auf MEEDIA-Anfrage nicht kommentieren.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige